WIR SIND EIN SCHAUSPIEL GEWORDEN FÜR DIE WELT, FÜR ENGEL UND FÜR MENSCHEN

WIR SIND EIN SCHAUSPIEL GEWORDEN FÜR DIE WELT, FÜR ENGEL UND FÜR MENSCHEN


Der Apostel Paulus blickt auf seinen eigenen Dienst und den seiner Mitarbeiter zurück und spricht offen über den schwierigen und oft gefährlichen Weg des Dienstes für Gott. Trotz aller Herausforderungen beschreibt er das Leben eines Dieners Gottes als etwas, das öffentlich zur Schau gestellt wird – beinahe wie ein Schauspiel vor aller Augen. Er schreibt:

1. Korinther 4,9
„Denn mir scheint, Gott hat uns Apostel als die Letzten hingestellt, wie zum Tode Verurteilte; denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt und den Engeln und den Menschen.“

Paulus vergleicht das Leben eines Dieners Gottes mit dem Schicksal derer, die in der Antike in die Arena geführt wurden – zur öffentlichen Schau, zur Verfolgung und oft zum Tod um Christi willen. Er zählt die Leiden auf, die sie ertragen mussten: Hunger und Durst, Misshandlungen, Heimatlosigkeit. Und dennoch blieben sie treu, segneten ihre Verfolger und ertrugen alles mit Geduld.


Theologische Betrachtung: Der Preis der Nachfolge

In diesem Abschnitt macht Paulus deutlich, dass Nachfolge immer mit Opferbereitschaft verbunden ist. Die ersten Christen wussten: Jesus nachzufolgen bedeutet, Leiden in Kauf zu nehmen. Jesus selbst sprach klar über den Preis der Nachfolge:

Lukas 9,23
„Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“

Nachfolge ist also kein Weg des Komforts, sondern ein Weg des Opfers. Wer Christus folgt, wird um des Evangeliums willen oft Ablehnung und Verfolgung erfahren.

Paulus macht zudem deutlich, dass es nicht nur um körperliches Leiden geht, sondern auch um seelische und geistliche Not. Sie wurden verspottet und entehrt, weil sie Christus predigten. Doch ihre Hoffnung lag nicht in dieser Welt, sondern in einer ewigen Belohnung.


Öffentliche Schauspiele in der Antike

In der Antike fanden öffentliche Schauspiele in riesigen Arenen statt. Dort sahen die Menschen brutale Kämpfe auf Leben und Tod. Diese Veranstaltungen hatten nichts mit heutigen Sportereignissen zu tun. Es waren grausame Darbietungen, bei denen Menschen gegen Gladiatoren oder wilde Tiere antreten mussten.

Auch Christen der frühen Kirche wurden in diese Arenen geworfen – ausgeliefert wilden Tieren oder brutalen Kämpfern. Die Menge sah zu, wie sie verspottet, gefoltert und getötet wurden, nur wegen ihres Glaubens. Es war ein öffentliches Spektakel – doch der Einsatz war ihr Leben.


Theologische Einsicht: Der Wert des Leidens für Christus

Diese Behandlung der frühen Christen weist uns auf folgende Wahrheit hin:

Philipper 1,29
„Denn euch ist es geschenkt, um Christi willen nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden.“

Leiden für Christus ist kein Zufall und kein Zeichen des Scheiterns, sondern ein Geschenk. Es zeigt unsere Gemeinschaft mit Christus und unsere Teilhabe an seinen Leiden – zum Zeugnis für das Evangelium.

Auch heute stehen Christen oft „auf der Bühne“. Unser Glaube wird beobachtet, hinterfragt und verspottet. In manchen Ländern kostet er noch immer das Leben. So wie einst die Menschen den Arenakämpfen zusahen, beobachtet die Welt heute, wie wir unseren Glauben leben. Paulus sagt:

1. Korinther 15,31
„Ich sterbe täglich.“


Warum lässt Gott Leiden zu?

Diese Frage drängt sich auf. Die Antwort ist zweifach. Erstens: Der Weg der Nachfolge ist kein leichter Weg. Spott, Ausgrenzung, Verfolgung – ja sogar der Tod – gehören zum Preis der Nachfolge. Jesus warnte uns davor:

Lukas 6,22–23
„Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und ausstoßen und schmähen und euren Namen verwerfen als böse um des Menschensohnes willen. Freut euch an jenem Tage und springt vor Freude; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel.“

Jesus verspricht: Auch wenn die Welt uns verfolgt, wartet im Himmel eine große Belohnung. Wenn du also um deines Glaubens willen leidest, dann freue dich – denn dir gehört das Reich Gottes.


Theologische Betrachtung: Das Paradox von Leiden und Lohn

Hier liegt ein göttliches Paradox: Leiden ist nicht nur unvermeidlich, sondern führt zur ewigen Belohnung.

Matthäus 5,10–12
„Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich … Freut euch und jubelt; denn euer Lohn ist groß im Himmel.“

Kein irdisches Leiden kann sich mit der Herrlichkeit vergleichen, die Gott denen verheißt, die treu bleiben.

Doch für diejenigen, die das Evangelium hören und ablehnen – ja sogar darüber spotten –, spricht Jesus ernste Warnungen aus:

Matthäus 10,14–15
„Und wenn euch jemand nicht aufnehmen und eure Worte nicht hören will, so geht hinaus aus diesem Haus oder dieser Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen. Wahrlich, ich sage euch: Es wird dem Land Sodom und Gomorra erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als jener Stadt.“


Theologische Einsicht: Die Schwere der Ablehnung des Evangeliums

Die Ablehnung des Evangeliums ist keine Kleinigkeit.

Johannes 3,18
„Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet.“

Jesus macht deutlich: Wer Christus verwirft, steht bereits unter dem Gericht. Und dieses Gericht wird schwerer sein als das über Sodom und Gomorra.

Auch jene, die Gottes Willen kennen und ihn bewusst ignorieren, stehen unter größerer Verantwortung:

Lukas 12,47–48
„Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kennt und nicht tut, was der Herr will, der wird viele Schläge erleiden … Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen.“


Wo wirst du stehen?

Die Diener Gottes leiden, werden verfolgt und sterben für ihren Glauben. Wenn sie diesen Preis zahlen – was ist dann mit dir, der das Evangelium gehört und abgelehnt hat? Wo wirst du stehen, wenn du vor Gott trittst?

Der Apostel Petrus schreibt:

1. Petrus 4,15–17
„Leidet aber jemand als Christ, so schäme er sich nicht, sondern ehre Gott mit diesem Namen. Denn es ist Zeit, dass das Gericht anfange beim Hause Gottes.“

Der Himmel ist nicht für Feiglinge oder für Menschen, die das Heil auf die leichte Schulter nehmen. Wenn du behauptest, Christus zu folgen, aber nicht für ihn lebst, steht deine Errettung auf dem Spiel. Taufe oder ein vergangenes Bekenntnis allein retten nicht – entscheidend ist ein Leben in echter Nachfolge.

Maranatha – Der Herr kommt.

Bitte teile diese Botschaft, damit auch andere den Preis der Nachfolge erkennen und die Belohnung sehen, die denen verheißen ist, die bis zum Ende standhaft bleiben.

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Über den Autor

Janet Mushi editor

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