Shalom.Der Name unseres Herrn Jesus Christus sei in Ewigkeit gepriesen.
Heute gedenkt die ganze Welt eines der größten Ereignisse der Menschheitsgeschichte – der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus, die sich vor etwa zweitausend Jahren ereignet hat.
Doch heute möchte ich unseren Blick nicht nur auf die Auferstehung selbst richten, sondern auf die Umstände, die sie umgaben – und besonders auf die Menschen, denen der auferstandene Herr als Erste begegnete. Bevor wir zum Kern der Botschaft kommen, gehen wir einen Schritt zurück und legen ein geistliches Fundament. Bitte lies bis zum Ende, denn diese Wahrheit ist von großer Bedeutung.
Zwei Tage vor der Kreuzigung Jesu befand er sich im Haus eines Mannes namens Simon, des Aussätzigen. Während Jesus dort lehrte, trat eine Frau hervor. Sie brachte ein Alabastergefäß mit reinem, sehr kostbarem Nardenöl. Ohne zu zögern zerbrach sie das Gefäß und goss das Öl über Jesu Haupt.
Die Umstehenden reagierten mit Unverständnis und Empörung. Sie murrten und sagten, dieses Öl hätte für 300 Denare verkauft und den Armen gegeben werden können. Zur damaligen Zeit entsprach ein Denar dem Tageslohn eines Arbeiters (vgl. Matthäus 20,1–15). Übertragen auf unsere Zeit wäre das ein enormer Wert – sinnbildlich mehrere Millionen.
Diese Frau hatte sich offensichtlich vollkommen hingegeben. Vielleicht hatte sie alles verkauft, um dieses kostbare Öl zu erwerben – nur um es Jesus darzubringen. Und was war die Antwort des Herrn? Er ehrte sie mit einer ewigen Verheißung: Ihr Werk sollte überall dort erwähnt werden, wo das Evangelium verkündet wird.
Markus 14,8 „Sie hat getan, was sie konnte.“
Markus 14,8
„Sie hat getan, was sie konnte.“
Damit war das geistliche Fundament gelegt.
Nach dem Tod Jesu berichtet uns die Schrift, dass Frauen aus Galiläa aufmerksam beobachteten, wohin der Leib des Herrn gelegt wurde (Lukas 23,55–56). Nachdem der Sabbat begonnen hatte, kehrten sie nach Hause zurück und bereiteten wohlriechende Salben vor. Ihr Wunsch war es, den Leib Jesu zu salben – ein letzter Liebesdienst.
Am frühen Morgen des ersten Tages der Woche machten sich Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome auf den Weg zum Grab. Sie wussten um die Hindernisse: den großen Stein, das versiegelte Grab, die Wachen. Menschlich gesehen hatte ihr Vorhaben keine Aussicht auf Erfolg.
Und doch gingen sie.
Eigentlich war es sinnlos, einen Leichnam zu salben, der bereits seit drei Tagen im Grab lag. Normalerweise geschah die Salbung entweder zu Lebzeiten – wie bei der Frau im Haus Simons oder bei Maria von Bethanien – oder direkt vor der Grablegung, wie es Nikodemus tat (Johannes 19,39–40).
Doch diese Frauen stellten keine Berechnungen an. Sie fragten nicht nach Nutzen, Erfolg oder Wahrscheinlichkeit. Ihre Liebe war größer als ihre Vernunft.
Als sie das Grab erreichten, war der Stein bereits weggewälzt. Ein Engel des Herrn erwartete sie – mit der größten Botschaft, die je verkündet wurde:
Markus 16,6 „Er ist auferstanden. Er ist nicht hier.“
Markus 16,6
„Er ist auferstanden. Er ist nicht hier.“
Diese Frauen waren die ersten Zeuginnen der Auferstehung. Später begegnete ihnen sogar der auferstandene Jesus selbst. Er nahm ihre Anbetung an und vertraute ihnen einen Auftrag an: Sie sollten die Botschaft den Jüngern weitergeben (Matthäus 28,1–10).
Warum gerade sie?
Nicht weil sie Einfluss hatten.Nicht weil sie Autorität besaßen.Sondern weil sie liebten, selbst dort, wo alles tot und hoffnungslos erschien.
Es gibt Zeiten, in denen Jesus offenbar lebendig wirkt – und Zeiten, in denen es scheint, als sei alles tot. Auch das Werk Gottes kann uns manchmal sinnlos, schwach oder erfolglos erscheinen.
Vielleicht denkst du:„Warum noch geben?“„Warum noch dienen?“„Warum noch investieren?“
Doch genau dort liegt die Prüfung unseres Herzens.
Gib trotzdem.Diene trotzdem.Liebe trotzdem.
Wenn du Gott ehrst, selbst wenn alles tot erscheint, wirst du erleben, dass du den Auferstandenen zuerst erkennst, wo andere noch zweifeln. Gott vertraut seine Offenbarungen denen an, die ihn auch dann lieben, wenn es nichts zu gewinnen scheint.
Diese Frauen ehrten Jesus sogar im Tod – und deshalb durften sie ihn zuerst in der Auferstehung sehen.
Wenn wir heute die Auferstehung Christi feiern, dann lasst uns nicht vergessen:Die Ersten, die ihn sahen, waren nicht die Starken, nicht die Gelehrten, sondern Frauen mit einem kompromisslosen Herzen der Liebe.
Solch ein Evangelium – gelebt und verkündet – hat gewaltige geistliche Kraft.
Der Herr segne dich reichlich.Teile diese gute Nachricht auch mit anderen.
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