Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen

Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen

2. Korinther 5,6–7

„Wir sind aber getrost und wissen: Solange wir im Leib wohnen, sind wir vom Herrn getrennt.
Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.“


1. Was bedeutet es, im Glauben zu wandeln?

„Im Glauben wandeln, nicht im Schauen“ heißt, unser Leben auf Gott und Sein Wort zu gründen, statt auf das, was wir mit unseren Augen sehen oder körperlich erleben können. Das ist die Grundlage des christlichen Lebens (Hebräer 11,1). Unser geistlicher Weg wird von unsichtbaren Realitäten und ewigen Wahrheiten bestimmt.

„Der Glaube aber ist eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.“
— Hebräer 11,1


2. Das menschliche Sehen ist begrenzt

Viele denken, dass Sehen der sicherste Weg ist, die Wahrheit zu erkennen. Doch unsere Augen täuschen uns oft. Zum Beispiel kann man Essen sehen, aber nicht schmecken, ob es gesalzen ist — dafür braucht man den Geschmackssinn. Genauso können geistliche Wahrheiten nicht allein mit den natürlichen Augen erkannt werden.

„Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist; denn es ist ihm Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird.“
— 1. Korinther 2,14


3. Warum erscheint Jesus heute nicht allen physisch?

Manche Christen fasten und beten, um eine körperliche Begegnung mit Jesus zu erleben. Gott kann das tun, denn Er ist souverän, aber es ist nicht der normale Weg, auf dem Er sich heute offenbart. Wer sichtbare Zeichen sucht, kann dadurch geistlich behindert werden.

Jesus korrigierte Thomas, der nur glaubte, nachdem er gesehen hatte:

„Jesus sprach zu ihm: ‚Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.‘“
— Johannes 20,29

Glaube, der nur auf dem Sichtbaren basiert, ist unreif. Jesus erklärte den Jüngern, dass es besser sei, dass Er geht, damit der Heilige Geist kommen kann:

„Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe; denn wenn ich nicht weggehe, wird der Tröster nicht zu euch kommen; wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.“
— Johannes 16,7


4. Der Heilige Geist: Gottes gewählter Weg, Christus heute zu offenbaren

Jesus offenbart sich heute durch den Heiligen Geist, der in allen Gläubigen wohnt, statt physisch zu erscheinen. Der Heilige Geist lehrt uns, leitet uns und verherrlicht Christus in uns.

„Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern alles, was er hört, wird er reden und euch verkündigen, was noch kommen wird. Er wird mich verherrlichen, denn von dem wird er nehmen und es euch verkündigen.“
— Johannes 16,13–14

Mit dem Heiligen Geist haben wir eine enge Gemeinschaft mit Christus — auch ohne physisches Sehen.


5. Den Heiligen Geist ablehnen heißt, Christus ablehnen

Viele sagen, sie möchten Jesus sehen, aber sie betrüben oder ignorieren den Heiligen Geist durch Ungehorsam oder Unglauben (Epheser 4,30). Ohne den Geist können wir die Gegenwart Christi nicht vollständig erleben.

„Wer aber den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm.“
— Römer 8,9

Es ist gefährlich, sichtbare Zeichen zu suchen und dabei den unsichtbaren Geist zu vernachlässigen, der Christus uns wirklich bringt.


6. Wie empfangen wir den Heiligen Geist?

Den Heiligen Geist zu empfangen, erfordert weder Geld noch besondere Ausbildung oder lange Gebete. Es braucht nur aufrichtiges Bereuen und die Taufe im Namen Jesu Christi. Das ist das biblische Muster von Anfang an.

„Petrus aber sprach zu ihnen: ‚Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt das verheißene Wort und euren Kindern und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, berufen wird.‘“
— Apostelgeschichte 2,38–39

Dieses Versprechen gilt noch heute — für dich und für alle, die sich dem Herrn zuwenden.


7. Wähle den besseren Weg

Hören wir auf, physischen Zeichen nachzujagen, und nehmen wir stattdessen den besseren Weg an, den Gott uns gegeben hat — im Glauben durch den Heiligen Geist zu wandeln. Wenn du noch nicht bereut und dich im Namen Jesu taufen lassen hast, ist heute die perfekte Gelegenheit.

„Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils.“
— 2. Korinther 6,2

Lass uns im Glauben wandeln und nicht im Schauen — und dem Geist vertrauen, der Christus unserem Herzen offenbart.

Der Herr kommt!

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Über den Autor

Ester yusufu editor

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