Lassen wir eine kraftvolle und zugleich dringliche Frage auf uns wirken:
Warum sind wir Christen berufen, das Evangelium mutig und ohne Angst zu verkünden?
Die Antwort liegt tief in der Heiligen Schrift verwurzelt und gehört zum Kern unseres Glaubens. Beginnen wir mit Jesu letztem Auftrag vor Seiner Himmelfahrt:
„Da trat Jesus auf sie zu und sprach: Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“
Jesus beginnt mit einer machtvollen Aussage: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben.“ (V. 18)
Er behauptet nicht nur Autorität – Er besitzt sie. Nach Seiner Auferstehung wurde Er erhöht und sitzt zur Rechten des Vaters (Philipper 2,9–11). Er regiert über die gesamte Schöpfung, ewig und souverän. Darum gehen wir nicht in unserer eigenen Kraft hinaus. Wir gehen in Seiner Vollmacht, unter Seinem Schutz und mit Seinem Auftrag.
„Denn durch ihn wurde alles geschaffen… alles ist durch ihn und für ihn geschaffen. Er ist vor allem, und alles hat in ihm seinen Bestand.“
Jesus sagte nicht einfach „Geht“ – Er sagte genau, was zu tun ist:
Das ist kein Vorschlag, sondern ein klarer Auftrag – der Missionsbefehl. Er offenbart Gottes Herz für die ganze Welt (Johannes 3,16) und erfüllt Sein Ziel, Menschen aus allen Völkern, Sprachen und Nationen zu retten (Offenbarung 7,9).
„Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? … Und wie sollen sie predigen, wenn sie nicht gesandt werden?“
Jesus verbindet Seinen Auftrag mit einer kraftvollen Verheißung: „Ich bin bei euch – alle Tage, bis zum Ende der Welt.“
Diese Zusage knüpft an Gottes bleibende Nähe zu Seinem Volk an (Josua 1,9; Jesaja 41,10). Durch den Heiligen Geist (Johannes 14,16–17) sind wir niemals allein – selbst nicht in den schwierigsten Momenten der Evangelisation.
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“
Du brauchst keine besondere Ausbildung, um das Evangelium weiterzugeben. Jesus sagte Seinen Jüngern nicht, sie sollten warten, bis sie alles perfekt verstanden hätten – Er sagte ihnen einfach: Geht.
Evangelisation beginnt:
Das sehen wir in Apostelgeschichte 1,8:
„Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein – in Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien und bis ans Ende der Erde.“
Beginne in deinem „Jerusalem“ – mitten in deinem Alltag. Wenn du dort treu bist, wird Gott deinen Wirkungskreis erweitern.
Manche Christen zögern, weil sie auf ein besonderes Gefühl, eine Vision oder ein prophetisches Wort warten. Aber die Bibel ist eindeutig: Der Auftrag ist längst gegeben.
Geistliches Wachstum kommt durch Gehorsam, nicht durch Warten.
„Seid Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.“
Du wirst dich vielleicht nie völlig „bereit“ fühlen – und das ist in Ordnung. Gott befähigt immer diejenigen, die Ihm gehorchen.
Nicht nur Pastoren. Nicht nur Evangelisten. Jeder Gläubige ist berufen dazu.
Wir gehen:
Du gehst nicht allein. Du gehst mit dem König, der verheißen hat, bei dir zu sein – jeden einzelnen Tag.
Darum: Geh. Verkünde mutig. Jesus ist mit dir.
Mose 6,24
„Der HERR segne dich und behüte dich.“ –
Print this post
Meinen Namen, meine E-Mail-Adresse und meine Website in diesem Browser für die nächste Kommentierung speichern.
Δ