Title 2023

Wie man seelischen Stress und Depression überwindet

Was ist seelischer Stress?

Seelischer Stress ist ein Zustand emotionaler oder psychischer Belastung, der entsteht, wenn die Anforderungen des Lebens größer erscheinen als unsere Fähigkeit, damit umzugehen. Es ist nicht nur ein Mangel an Frieden – oft ist es eine schwere Last aus Angst, Schuld, Hoffnungslosigkeit oder überwältigender Verantwortung.

Viele Gläubige denken, Stress sei ein Zeichen schwachen Glaubens, doch die Bibel zeigt uns etwas anderes. Auch starke Männer und Frauen Gottes erlebten Not, Verzweiflung und seelische Zusammenbrüche. Aber sie überwanden sie – nicht, indem sie ihren Schmerz leugneten, sondern indem sie ihn Gott übergaben.

Ist es unspirituell, sich überfordert zu fühlen?

Nein. Selbst reife Christen erleben Zeiten der Entmutigung. Jesus selbst war „betrübt und voll Angst“ in Gethsemane (Matthäus 26,37). Stress ist Teil unserer menschlichen Natur – besonders in einer zerbrochenen Welt.

Doch der Unterschied ist dieser: Wir tragen unsere Lasten nicht allein. Christus lädt uns ein, sie zu Ihm zu bringen.

„Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“
— Matthäus 11,28


Biblische Personen, die seelische Not erlebten

1. Elia – Der Prophet, der sterben wollte

Nachdem er die Propheten Baals besiegt hatte, floh Elia in die Wüste, überwältigt und lebensmüde.

„Es ist genug, Herr… nimm nun mein Leben.“
— 1. Könige 19,4

Aber Gott verurteilte Elia nicht. Er stärkte ihn – mit Ruhe, Nahrung, neuer Offenbarung und der Erinnerung, dass Elia nicht allein war (1. Könige 19,5–18). Das zeigt uns: Gott begegnet uns in unserem Zusammenbruch nicht mit Tadel, sondern mit Erneuerung.


2. David – Ein Mann nach Gottes Herzen, doch zerbrochen im Geist

David drückte seine Qual oft in den Psalmen aus:

„Ich bin müde von meinem Seufzen; ich schwemme mein Bett jede Nacht mit Tränen.“
— Psalm 6,7

„Hilf mir, Gott, denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.“
— Psalm 69,2

David lehrt uns: Gott hält unsere Ehrlichkeit aus. Seelischer Schmerz disqualifiziert uns nicht von Seiner Gegenwart – er führt uns tiefer hinein.


3. Hiob – Der leidende Diener

Hiob verlor seinen Besitz, seine Kinder und seine Gesundheit. Er verfluchte den Tag seiner Geburt (Hiob 3,1) und klagte:

„O dass man mein Elend wöge… es wäre schwerer als der Sand am Meer.“
— Hiob 6,2–3

Doch Hiob verlor seinen Glauben nicht. Selbst im Schweigen blieb er im Gespräch mit Gott. Am Ende rechtfertigte und segnete ihn Gott (Hiob 42,10–17).


4. Petrus und Judas – Die Last des Versagens

Beide, Petrus und Judas, sündigten schwer – Petrus verleugnete Christus, Judas verriet Ihn. Doch nur Petrus bereute und wurde wiederhergestellt (Johannes 21,15–17), während Judas in Verzweiflung verfiel und sich das Leben nahm (Matthäus 27,5).

Lehre: Versagen ist nicht endgültig, wenn Gnade angenommen wird. Schuld sollte uns zu Gott führen, nicht von Ihm weg.


5. Die Jünger – Eingeschlossen in Angst

Nach Jesu Kreuzigung versteckten sich die Jünger aus Furcht.

„Am Abend jenes ersten Tages der Woche… waren die Jünger beieinander und die Türen verschlossen aus Furcht vor den Juden.“
— Johannes 20,19

Doch der auferstandene Christus trat mitten unter sie und sprach:

„Friede sei mit euch.“ (V. 19)

Selbst in Isolation und Angst kommt Jesus durch verschlossene Türen, um Frieden zu bringen.


Was half ihnen, zu überwinden?

Sie vertrauten auf Gottes Verheißungen und Seine Gegenwart.

„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“
— 1. Petrus 5,7

Sie wandten sich an Gott, auch wenn ihre Herzen zerbrachen. Sie wussten: Heilung geschieht vielleicht nicht sofort – aber Gottes Treue ist ewig.

„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe… Gedanken des Friedens und nicht des Leides, um euch Zukunft und Hoffnung zu geben.“
— Jeremia 29,11


Was solltest du tun, wenn du dich überfordert fühlst?

Hier sind geistliche Praktiken, die in der Schrift und der christlichen Theologie verwurzelt sind:

Bete beständig
Gebet ist nicht nur eine Suche nach Lösungen – es ist Hingabe.

„Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden.“
— Philipper 4,6

Bete an und danke Gott
Lobpreis richtet deinen Blick von deinem Schmerz auf Gottes Macht.

„Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“
— 1. Thessalonicher 5,18

Tauche in Gottes Wort ein
Die Schrift erinnert dich an Gottes Charakter und Treue.

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“
— Psalm 119,105

Ruhe in Gott
Sei still. Vertraue Seinem Timing. Vermeide Überdenken und zu viele Stimmen.

„Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin.“
— Psalm 46,11

Sprich Wahrheit über dich aus
Erkläre Gottes Verheißungen laut. Wenn Angst Lügen flüstert, sprich Gottes Wahrheit.

„Der Herr ist mein Fels, meine Burg und mein Erretter… ich werde nicht wanken.“
— Psalm 18,3; 62,7


Letzte Ermutigung

Stress ist real – aber Gottes Friede ist es auch. Lass nicht Scham oder Stolz dich davon abhalten, dich dem Einzigen zuzuwenden, der deine Last tragen kann.

„Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.“
— Psalm 34,19

Gottes Heilung kommt vielleicht nicht sofort, aber sie wird kommen. Er verschwendet keinen Schmerz – Er gebraucht ihn für Wachstum, Mitgefühl und zu Seiner Ehre.


In Christus gibt es Hoffnung über den Stress hinaus

Egal, ob dein Stress geistlich, emotional, finanziell oder beziehungsmäßig ist – erinnere dich:

„Wenn mein Herz verzagt ist, so führe mich auf den Felsen, der mir zu hoch ist.“
— Psalm 61,3

Jesus ist dieser Fels.

Also bete weiter. Vertraue weiter. Preise weiter. Gott hat dich nicht vergessen – und Er wird dich hindurchführen.

„Der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden.“
— Philipper 1,6

Möge der Friede Christi dein Herz und deinen Geist bewahren.


 

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Wie erkennst du, ob du wirklich ein Diener Gottes bist und ob Christus bei dir ist?.

 

Wie erkennst du, ob du wirklich ein Diener Gottes bist und ob Christus bei dir ist?
(Besondere Lektionen für Diener)

Gepriesen sei der Retter, JESUS CHRISTUS, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du sicher erkennen kannst, ob du ein Diener Gottes bist und ob Christus an deiner Seite geht?
Glaubst du, dass Zeichen und Wunder der einzige Beweis dafür sind, dass Christus bei dir ist?

Lass mich das gleich klarstellen: Nein! Zeichen und Wunder sind nicht das erste Anzeichen für die Gegenwart Christi in deinem Leben. Die Bibel erzählt uns, dass Johannes der Täufer keine Wunder vollbrachte – und dennoch war er größer als alle Propheten vor ihm.

In Johannes 10,41 (NIV) heißt es:
„Viele kamen zu ihm und sagten: ‚Johannes hat kein einziges Wunderzeichen vollbracht, aber alles, was er über diesen Mann gesagt hat, war wahr.‘“

Diese Stelle zeigt uns, dass die Wahrheit von Gottes Wort wichtiger ist als Zeichen und Wunder. Das Leben und Wirken von Johannes dem Täufer war geprägt von seiner treuen Verkündigung der Wahrheit – nicht von spektakulären Wundern.

Das bedeutet: Wunder zu vollbringen ist nicht das wichtigste Zeichen dafür, dass Christus bei dir ist. Viel wichtiger ist Treue zu Gottes Wort.

Es gibt Menschen, die große Zeichen tun, aber Christus wird sie dennoch nicht anerkennen.

Jesus warnt uns in Matthäus 7,22-23 (NIV):
„Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und viele Wunder vollbracht?‘
Dann werde ich ihnen antworten: ‚Ich habe euch nie gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!‘“

Diese Verse machen deutlich: Zeichen und Wunder sind zwar mächtig, aber sie garantieren nicht, dass jemand wirklich mit Christus wandelt. Entscheidend ist die persönliche Beziehung zu Ihm und ein Leben nach Seinem Willen – nicht nur äußere religiöse Handlungen.

Was ist also der wahre Beweis dafür, dass wir mit Jesus gehen?

Die Antwort finden wir in der Bibel:

Johannes 12,26 (NIV):
„Wer mir dienen will, muss mir nachfolgen; und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein. Mein Vater wird den ehren, der mir dient.“

Hier betont Jesus, dass der Dienst für Gott Folge-Sein bedeutet. Es geht darum, Sein Leben nach dem Vorbild Christi zu gestalten – geprägt von Demut, Gehorsam gegenüber dem Vater und Liebe zu anderen. Dienst ist nicht nur das Erledigen von Aufgaben in Seinem Namen, sondern ein Leben nach Seinem Beispiel.

Jesus sagt: Wer Ihm dienen will, muss Ihm folgen. Und wo Er ist, wird auch Sein Diener sein. Einfach gesagt: „Er ist bei denen, die Ihm nachfolgen.“

Wie folgen wir Jesus?

Schauen wir auf Lukas 9,23-24 (NIV):
„Dann sagte er zu allen: ‚Wer mein Jünger sein will, muss sich selbst verleugnen, täglich sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es retten.‘“

Drei zentrale Aspekte des Nachfolgens Jesu:

Sich selbst verleugnen: Das bedeutet, eigene Wünsche und Prioritäten Gottes Willen unterzuordnen. Jesus ruft uns auf, Egoismus aufzugeben und das Reich Gottes über unser eigenes Wohl zu stellen.

Täglich sein Kreuz auf sich nehmen: Dies steht für die Herausforderungen und Opfer, die das Leben als Jünger Christi mit sich bringt. Das Kreuz symbolisiert Leid, Ablehnung und den Preis der Nachfolge. Wir sollen bereit sein, Schwierigkeiten für Ihn zu ertragen – so wie Jesus das Kreuz für uns getragen hat.

Jesus nachfolgen: Das bedeutet, Sein Leben von Gehorsam, Liebe und Dienst aktiv nachzuahmen. Es geht darum, Seine Lehren zu leben und ein heiliges Leben zu führen.

Um wahre Diener Gottes zu sein, müssen wir uns täglich selbst verleugnen und unser Kreuz auf uns nehmen. Christus kann nur bei uns sein, wenn wir bereit sind, unsere eigenen Wünsche und unseren Komfort Ihm zuliebe aufzugeben.

Haben wir uns wirklich selbst verleugnet – oder halten wir noch an egoistischen Wünschen und weltlichen Gewohnheiten fest?

Du kannst Gott nicht dienen, wenn du nicht bereit bist, Traditionen, die Liebe zur Welt oder sündhafte Gewohnheiten aufzugeben. Du kannst Ihm nicht dienen, während du an Dingen festhältst, die Seinen Lehren widersprechen – etwa Sünde zu leben oder andere zu verspotten.

Jakobus 4,4 (NIV) warnt:
„Ihr Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott bedeutet? Wer ein Freund der Welt sein will, macht sich zum Feind Gottes.“

Auch wenn du Zeichen oder Wunder erlebst: Christus ist nicht bei dir, wenn du in Sünde oder Ungehorsam lebst. Das entspricht den Worten Jesu selbst.

Das Prinzip des Wandels mit Christus bleibt für immer dasselbe: Sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und Ihm nachfolgen.

Wie Hebräer 13,8 (NIV) sagt:
„Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.“

Dies geschieht nicht zu Seinem Vorteil, sondern zu unserem. Wie es in Hiob 35,7 (NIV) heißt:
„Wenn du gerecht bist, was gibst du ihm, oder was nimmt er von deiner Hand?“

Unser Gehorsam dient unserem eigenen Wohl: Durch Selbstverleugnung richten wir uns nach Gottes ewigem Plan aus und erfahren wahre Freude und Frieden in der Beziehung zu Ihm.

Vielleicht hast du Jesus schon als deinen Herrn und Retter angenommen – das ist wunderbar! Doch das allein reicht nicht. Du musst dich auch selbst verleugnen. Und wenn du das tust, sei bereit für Prüfungen, die durch deinen Glauben kommen.

Bereite dich darauf vor, verspottet, verachtet, missverstanden und vielleicht sogar für töricht gehalten zu werden. Aber fürchte dich nicht – das erlebte auch Jesus.

Galater 6,17 (NIV):
„Von nun an soll mir niemand Schwierigkeiten machen; denn ich trage in meinem Körper die Brandmale Jesu.“

 

Jesus selbst sagte in Johannes 16,33 (NIV):
„Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost! Ich habe die Welt überwunden.“

Möge der Herr dich segnen.

Bitte teile diese Botschaft mit anderen.


 

 

 

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LEITFADEN FÜR MINISTER UND KANZELDIENER

 


LEITFADEN FÜR MINISTER UND KANZELDIENER

Wer regelmäßig am Altar oder an der Kanzel steht, um Gottes Volk zu dienen, befindet sich in einer Position großer Ehre – aber auch großer Verantwortung. Dies ist mehr als eine Aufgabe; es ist ein heiliger Auftrag, der von Gott selbst anvertraut wurde. Wie der Apostel Jakobus warnt: „Nicht viele von euch sollen Lehrer sein, meine Brüder; denn ihr wisst, dass wir, die wir lehren, strenger gerichtet werden“ (Jakobus 3,1).

Warum ist das so? Der Dienst am Altar ist eine große Ehre, weil er den Treffpunkt zwischen Gott und seinem Volk symbolisiert. Gottes Herrlichkeit wird durch Ihren Dienst sichtbar, und Sie sind sein Werkzeug. Gleichzeitig besteht jedoch eine ernsthafte Gefahr: Unsachgemäße Vorbereitung oder Nachlässigkeit kann die geistliche Gesundheit der Gemeinde gefährden und verhindern, dass Gottes Gegenwart im Gottesdienst spürbar wird.

Manchmal gelingt es einem Gottesdienst nicht, die geistliche Tiefe zu erreichen – nicht, weil die Gemeinde unaufmerksam ist, sondern weil die Diener sich nicht ausreichend vorbereitet haben – geistlich oder praktisch. Die Bibel lehrt: „Bemühe dich, dich vor Gott als bewährt zu erweisen“ (2. Timotheus 2,15). Dabei geht es nicht nur um intellektuelles Studium, sondern um geistliche Vorbereitung. Wer ohne Gebet und geistliche Vorbereitung predigt, verlässt sich leicht auf die eigene Kraft statt auf die des Heiligen Geistes. Das kann zu einem kraftlosen, fruchtlosen Gottesdienst führen, selbst wenn er äußerlich lebendig oder unterhaltsam wirkt.

Beispiel: Wenn Sie als Prediger oder Pastor wissen, dass Sie am Sonntag predigen sollen, aber noch am Morgen überlegen, was Sie sagen wollen, ist das der sichere Weg zu geistlichem Misserfolg. Der Druck, ein Wort zu bringen, ist groß – doch ohne Vorbereitung wird der Dienst kaum die Wirkung entfalten, die Gott beabsichtigt. Gottes Wort ist lebendig und wirksam (Hebräer 4,12) und sollte mit Ehrfurcht und Sorgfalt behandelt werden.

1. Bitten Sie Gott um die Botschaft, die Sie verkünden sollen (15 Minuten)

Manchmal haben Sie bereits eine Idee für Ihre Predigt – das ist gut. Doch Gottes Wille entspricht nicht immer unseren Plänen. Paulus schrieb: „Denn ich beschloss, unter euch nichts zu wissen als Jesus Christus und ihn als gekreuzigt“ (1. Korinther 2,2). Wahre Verkündigung kommt vom Heiligen Geist, der in jedem Moment offenbart, was Gott sagen möchte. Beten Sie um neue Offenbarung und vertrauen Sie darauf, dass der Heilige Geist direkt die Herzen Ihrer Zuhörer anspricht. Er überzeugt, lehrt und befähigt (Johannes 16,8) und kann entweder neue Einsichten geben oder Ihre vorbereitete Botschaft stärken. Wie Jesus sagt: „Wenn der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit leiten“ (Johannes 16,13).

2. Bitten Sie Gott, Ihnen Mut zu geben, die volle Wahrheit seines Wortes zu predigen (15 Minuten)

Es ist leicht, sich von der Angst vor Menschen leiten zu lassen. Doch wir dürfen Gottes Wort nicht verändern oder abschwächen. Es ist ein scharfes Schwert (Hebräer 4,12), das Herz und Geist durchdringt. Paulus ermahnt Timotheus: „Predige das Wort, sei bereit, zu jeder Zeit, überführe, tadle und ermahne mit Geduld und Lehre“ (2. Timotheus 4,2). Wahre Diener des Evangeliums müssen den vollen Rat Gottes verkünden – selbst wenn er unbequem oder unpopulär ist. Jesus selbst lebte dies vor: „Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst“ (Johannes 17,14). Mut, die ganze Wahrheit zu predigen, ist Gehorsam gegenüber Christus – nicht gegenüber den Erwartungen der Menschen. Wir sollen Gott gefallen, nicht den Menschen (Galater 1,10).

3. Bitten Sie Gott um passende Beispiele für Ihre Botschaft (15 Minuten)

Jesus nutzte oft Gleichnisse und Geschichten, um tiefe Wahrheiten verständlich zu machen. Als Prediger sollten wir um Weisheit beten, dasselbe zu tun. Beispiele machen das Wort zugänglich und helfen der Gemeinde, es zu verstehen. „Er sprach zu ihnen nicht ohne Gleichnis“ (Markus 4,34). Der Heilige Geist kann Sie leiten, die richtigen Analogien und Beispiele zu wählen, die Gottes Wort lebendig werden lassen. Bitten Sie um kreative Weisheit, um biblische Wahrheiten verständlich und relevant zu vermitteln.

4. Bitten Sie Gott, dass Ihre Worte wirksam sind (15 Minuten)

Jesus sprach mit Autorität. Die Bibel sagt: „Und sie waren erstaunt über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat“ (Markus 1,22). Worte, die mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt sind, bringen Überzeugung, Heilung und Veränderung. Paulus betonte, dass seine Predigt nicht „mit klugen und überredenden Worten, sondern in der Demonstration des Geistes und der Kraft“ erfolgte (1. Korinther 2,4). Der Heilige Geist muss Ihre Worte befähigen, damit sie nicht nur menschliche Weisheit, sondern lebendige Wahrheit sind. Gottes Wort kann Ketten brechen, Wunden heilen und Herzen verändern.

5. Bitten Sie, dass Gottes Name verherrlicht wird (15 Minuten)

Alles, was wir tun, soll Gott zur Ehre gereichen. Jesus lebte, um den Vater zu verherrlichen: „Ich habe dich auf Erden verherrlicht, indem ich das Werk vollbracht habe, das du mir gegeben hast zu tun“ (Johannes 17,4). Unser Dienst soll Christus erhöhen, nicht uns selbst. Es ist verlockend, Anerkennung oder Lob zu suchen, doch wir müssen Johannes den Täufer nachahmen: „Er muss größer werden, ich aber kleiner“ (Johannes 3,30). Ziel unseres Dienstes ist nicht Ruhm, sondern die Ehre Gottes. Beten Sie um Demut und ein reines Herz, das sich allein auf Jesus richtet.

6. Bitten Sie Gott um geistliche Unterscheidung (15 Minuten)

Diener brauchen die Fähigkeit, zu erkennen, was der Heilige Geist gerade tut. Dieses Unterscheidungsvermögen hilft, geistliche Zustände wahrzunehmen und richtig zu reagieren. Paulus schreibt: „Der natürliche Mensch empfängt nicht, was des Geistes Gottes ist… denn es ist geistlich zu beurteilen“ (1. Korinther 2,14). Der Heilige Geist wird Ihnen Einsichten über den geistlichen Zustand Ihrer Gemeinde geben – etwa über Heilungsbedarf, Sündenerkenntnis oder Ermutigung. Beten Sie, dass die Augen Ihres Herzens geöffnet werden (Epheser 1,18), damit Sie wirksam im Geist dienen können.

7. Bitten Sie Gott um Schutz vor Ablenkungen (15 Minuten)

Ablenkungen, äußerlich oder innerlich, können Ihren Dienst stören. Der Feind liebt es, Verwirrung und Desinteresse zu säen, besonders wenn Gottes Wort gepredigt wird. Jesus sagt im Gleichnis vom Sämann: Der Feind kommt, um das Wort zu stehlen, bevor es Wurzeln schlägt (Matthäus 13,19). Beten Sie für Konzentration und ein Herz, das sich nicht ablenken lässt. Paulus ermahnt: „Lasst uns auf Jesus blicken, den Anfänger und Vollender des Glaubens“ (Hebräer 12,2). Lassen Sie nichts Ihre Aufmerksamkeit vom Wirken des Heiligen Geistes ablenken.

8. Bitten Sie um Gottes Kraft, Menschen zu heilen und zu segnen (15 Minuten)

Gottes Gegenwart und Kraft sind entscheidend, damit ein Dienst Frucht trägt. Beten Sie, dass Gottes Macht in Ihrem Dienst spürbar wird. Jesus wirkte Wunder, um das Reich Gottes zu zeigen (Lukas 5,17). Auch die frühe Kirche erlebte Zeichen und Wunder, als sie das Wort verkündigte (Apostelgeschichte 4,30). Der Heilige Geist wirkt auch heute durch uns, um Gottes Zwecke zu erfüllen. Beten Sie, dass Heilung, Befreiung und Segen durch Ihren Dienst fließen und das Leben der Menschen nachhaltig verändert wird.


9. Bitten Sie Gott um Schutz vor den Angriffen des Feindes (15 Minuten)

Der Feind greift oft Minister geistlich und körperlich an. Paulus spricht von den „feurigen Pfeilen des Bösen“ (Epheser 6,16), die Angriffe auf Geist, Emotionen und Körper darstellen. Beten Sie um göttlichen Schutz. Der Feind will ablenken, entmutigen und zerstören – doch wir sind durch Christus siegreich. Gott verspricht Schutz (Psalm 91,4) und sagt: Keine Waffe, die gegen Sie geschmiedet wird, wird Erfolg haben (Jesaja 54,17).

Abschließende Gedanken

Diese Gebete und Vorbereitungen sind nicht nur für Prediger wichtig, sondern für alle, die Gott dienen – sei es als Chormitglied, Kinder- oder Jugendleiter, Evangelist oder Missionar. Dienst ist heilig, und sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend, damit er Frucht trägt. Langfristige, gebetserfüllte Vorbereitung ermöglicht es dem Heiligen Geist, kraftvoll durch Sie zu wirken.

Gott segne Sie.


 

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WIE WIR DIE SCHWEREN LASTEN DES LEBENS TRAGEN KÖNNEN.

 


WIE WIR DIE SCHWEREN LASTEN DES LEBENS TRAGEN KÖNNEN

Jeder Mensch trägt irgendeine Art von Last. Damit meine ich hier nicht Sünden oder moralische Fehltritte, sondern die alltäglichen Verantwortungen des Lebens: den Lebensunterhalt verdienen, Miete zahlen, Schulgebühren begleichen, sich weiterbilden, ein Zuhause aufbauen und vieles mehr. Solche Belastungen können uns leicht den inneren Frieden rauben.

Die Realität unserer Lasten

Die Bibel verschweigt nicht, dass das Leben Herausforderungen mit sich bringt. Jesus selbst sagt: „In der Welt habt ihr Angst“ (Johannes 16,33). Doch unmittelbar danach schenkt Er uns Trost: „Aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Das zeigt: Lasten sind real, aber durch Christus sind auch Frieden und Sieg möglich.

Lasten Tag für Tag tragen

Unser Fehler besteht oft darin, alles auf einmal schaffen zu wollen. Wir versuchen, sämtliche Probleme eines ganzen Jahres an einem einzigen Tag zu lösen – und wundern uns dann, warum wir überwältigt sind. Paulus erinnert uns daran, dass Gottes Gnade für jeden Tag reicht (2. Korinther 12,9). Gottes Kraft wird täglich neu gegeben, nicht auf Vorrat.

Stell dir vor, du würdest versuchen, die Lebensmittelkosten eines Jahres heute zu bezahlen, gleichzeitig die Schulgebühren der nächsten Jahre zu sichern, in kurzer Zeit mehrere Ausbildungen abzuschließen und daneben auch noch Häuser für deine Kinder zu bauen. Solch ein Lebensstil führt zwangsläufig zu Überforderung und Erschöpfung.

Gottes Versorgung gilt für heute

Gott lädt uns ein, Ihm täglich zu vertrauen. Jesus lehrt uns zu beten: „Gib uns täglich unser tägliches Brot“ (Lukas 11,3). Er macht deutlich: Wir sollen von Tag zu Tag auf Gott bauen.

In Matthäus 6,31–34 sagt Jesus:

„Darum sorgt euch nicht und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Womit sollen wir uns kleiden? Denn um all das kümmern sich die Heiden. Euer himmlischer Vater weiß doch, dass ihr das alles braucht. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere dazugegeben. Sorgt euch also nicht um den morgigen Tag; der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Herausforderungen.“

Dieses Wort macht deutlich: Unsere Priorität ist Gottes Reich. Wenn wir Ihn an erste Stelle setzen, kümmert Er sich um das, was wir brauchen. Sorgen über die Zukunft rauben uns den Frieden und schwächen unser Vertrauen.

Weisheit im Umgang mit Verantwortung

Die Bibel lehrt uns, Aufgaben in der richtigen Zeit anzugehen. Prediger 3,1 sagt: „Alles hat seine Zeit.“ Wir sollen nicht alles gleichzeitig schultern, sondern Schritt für Schritt – so wie Gott es führt.

Gottes Timing vertrauen

Gott weiß, wann was dran ist. Sprüche 3,5–6 ermutigt uns: „Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Auf all deinen Wegen erkenne Ihn, dann wird Er deine Wege ebnen.“ Wenn wir unsere Lasten Gott anvertrauen, führt Er uns sicher.

Wie wir es praktisch leben können

Egal ob es um Essen, Schulgebühren oder Zukunftspläne geht: Teile deine Lasten auf. Konzentriere dich auf den heutigen Tag. Danke Gott für das, was Er dir jetzt schenkt, und vertraue darauf, dass Er auch morgen versorgen wird.

Gott hat uns nicht geschaffen, damit wir unter erdrückenden Lasten zusammenbrechen, sondern damit wir im Glauben gehen und Ihm täglich vertrauen.

Schlussgedanke

Die Lasten des Lebens sind real – aber Gottes Gnade ist genauso real. Wenn wir lernen, unsere Sorgen Tag für Tag bei Gott abzugeben, anstatt alles auf einmal tragen zu wollen, finden wir Frieden, Freude und inneren Ruhe.

Schalom.

 

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LASST UNS FEST AN UNSEREM GLAUBENSBEKENNTNIS FESTHALTEN.

 

LASST UNS FEST AN UNSEREM GLAUBENSBEKENNTNIS FESTHALTEN

Hebräer 4,14

„Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat – Jesus, den Sohn Gottes –, lasst uns unbeirrt an unserem Bekenntnis festhalten.“

Im christlichen Glauben ist das Bekenntnis nicht nur ein religiöser Akt, sondern eine persönliche, überzeugte Aussage des Glaubens. Es bedeutet, offen zu bezeugen, dass Jesus Christus unser Herr und Retter ist, und anzuerkennen, dass wir Seine Gnade und Vergebung brauchen. Es ist sowohl eine Zusammenfassung dessen, was wir glauben, als auch ein Entschluss, unser Leben nach diesem Glauben auszurichten.

1. Was bedeutet es, unseren Glauben zu bekennen?

Römer 10,9–10 sagt:

„Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: ‚Jesus ist der Herr‘, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet.
Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden.“

Diese Verse zeigen: Zur Errettung gehören sowohl der innere Glaube als auch das äußere Bekenntnis. Theologisch betont das die Rechtfertigung aus Glauben (vgl. Eph 2,8–9): Das Herz vertraut auf Christus, der Mund bezeugt Seine Herrschaft. Dieses Bekenntnis ist kein punktuelles Ereignis – es markiert den Beginn eines Lebensweges in Nachfolge und Gehorsam.

Doch damit ist es nicht getan. Unser Bekenntnis soll nicht nur ausgesprochen, sondern festgehalten und im Alltag gelebt werden. Deshalb ruft uns Hebräer 4,14 dazu auf, „festzuhalten“. Das bedeutet Durchhaltevermögen – gerade in Zeiten von Versuchung, Anfechtung und Zweifel.

2. Wie halten wir fest an unserem Bekenntnis?

In 1. Timotheus 6,12–13 lesen wir:

„Kämpfe den guten Kampf des Glaubens! Ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und zu dem du vor vielen Zeugen dein gutes Bekenntnis abgelegt hast.
Vor Gott, der allem Leben gibt, und vor Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat …“

Diese Worte zeigen zwei Wege, wie wir im Glauben standhaft bleiben:

A. Den guten Kampf des Glaubens kämpfen

Das Christenleben ist ein geistlicher Kampf. Paulus nennt ihn „gut“, weil er ein Ziel von ewigem Wert hat – Gottes Ehre und unser Heil.

Epheser 6,11–12 erklärt uns die Dimension dieses Kampfes:

„Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt.
Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.“

Dieser Kampf ist geistlich. Christen wehren sich nicht mit irdischen Waffen, sondern mit Wahrheit, Gerechtigkeit, Glauben, Gebet und dem Wort Gottes (Eph 6,13–18). Gott selbst rüstet uns aus.

B. Das ewige Leben ergreifen

Wir sollen nicht nur glauben, sondern das ewige Leben im Alltag ergreifen – indem wir in einer lebendigen Beziehung zu Gott wachsen.

Johannes 17,3 beschreibt das ewige Leben so:

„Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“

Ewiges Leben beginnt nicht erst nach dem Tod. Es beginnt jetzt, wenn wir Gott immer tiefer kennenlernen. Das ist der Weg der Heiligung: Wir wachsen in Christus, indem wir Gottes Wort suchen, beten und Ihm gehorchen. Je näher wir Ihm kommen, desto realer wird das ewige Leben in unserem täglichen Leben.

Wenn wir aber nachlässig werden und Gott nicht mehr suchen, schwächt das unseren Glauben. Doch wenn wir in Gnade und Erkenntnis wachsen (vgl. 2 Petr 3,18), gewinnt das ewige Leben in uns immer mehr Gestalt.

3. Hältst du fest an deinem Bekenntnis?

Prüfe dich:

  • Lebe ich noch aus dem Glauben, den ich einst bekannt habe?

  • Widerstehe ich den Angriffen des Feindes oder gebe ich nach?

  • Wachse ich in meiner Liebe und Erkenntnis Gottes?

Festhalten bedeutet nicht, perfekt zu sein, sondern treu zu bleiben. Es heißt, jeden Tag neu zu Christus zurückzukehren und Ihn bewusst zu wählen – egal, was es kostet.

Möge der Herr uns stärken

Wir sind in diesem Kampf nicht auf uns allein gestellt.
Jesus, unser Hoherpriester, tritt für uns ein (Hebr 7,25).
Der Heilige Geist hilft uns in unserer Schwachheit (Röm 8,26–27).
Gottes Gnade trägt uns hindurch.

Deshalb wollen wir treu bleiben – den guten Kampf kämpfen und das ewige Leben ergreifen.

Komm, Herr Jesus. Komm bald.

 

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Bibelstudien-Zusammenfassung – Teil 14: Die Bücher Joel und Obadja

Ehre sei unserem Herrn und Erlöser Jesus Christus!

Willkommen zurück auf unserer gemeinsamen Reise durch die Heilige Schrift. Heute beschäftigen wir uns mit zwei kurzen, aber äußerst prophetischen Büchern: Joel und Obadja. Obwohl sie nur wenige Kapitel umfassen, ist ihre geistliche Tiefe und ihre Aktualität von großer Bedeutung.

📝 Hinweis: Diese Zusammenfassung dient als Orientierung für dein persönliches Studium. Lies immer die vollständigen Bibeltexte und bitte den Heiligen Geist, dir Verständnis zu schenken (Johannes 16,13).


📖 DAS BUCH JOEL

Autor: Joel (Hebräisch: Yo’el – „Der HERR ist Gott“)
Zeit: Wahrscheinlich zur Zeit des Königs Usija (ca. 8. Jahrhundert v. Chr.)
Zentrales Thema: Der Tag des HERRN – Gericht und Wiederherstellung
Kapitel: 3


🔹 Kapitel 1: Eine Warnung durch eine Katastrophe

Joel beginnt mit der Schilderung einer verheerenden Heuschreckenplage, die als Zeichen des göttlichen Gerichts über Juda verstanden wird (Joel 1,4). Die Zerstörung ist vollkommen – ein klares Bild dafür, dass Sünde, wenn sie nicht bereut wird, alles erfasst.

Joel 1,4 (Lutherbibel 2017):

„Was die Raupen übrigließen, fraßen die Heuschrecken; und was die Heuschrecken übrigließen, fraßen die Käfer; und was die Käfer übrigließen, fraßen die Schaben.“

Diese Plage ist Ausdruck göttlicher Züchtigung. Im Alten Testament benutzte Gott Naturereignisse häufig als sichtbare Zeichen geistlichen Verfalls (vgl. Amos 4,9–10). Deshalb ruft Joel alle Menschen – vom Priester bis zum einfachen Volk – zur Umkehr auf.

Joel 1,14:

„Heiligt ein Fasten, ruft eine Festversammlung aus, versammelt die Ältesten und alle Bewohner des Landes zum Hause des HERRN, eures Gottes, und schreit zum HERRN!“


🔹 Kapitel 2: Ruf zur Umkehr und Verheißung der Wiederherstellung

Joel kündigt den nahenden Tag des HERRN an, der wie ein mächtiges, unaufhaltsames Heer beschrieben wird (Joel 2,1–11). Doch diese Beschreibung geht über historische Feinde hinaus – sie weist prophetisch auf das endgültige Gericht hin.

Gleichzeitig offenbart Gott seine Gnade:

Joel 2,12–13:

„Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, bekehrt euch zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider und bekehrt euch zu dem HERRN, eurem Gott.“

Echte Buße geschieht im Herzen, nicht nur durch äußere religiöse Formen (vgl. Psalm 51,19). Gott sucht ein zerbrochenes Herz, nicht leere Rituale.

Darauf folgt die Verheißung der Wiederherstellung:

Joel 2,25:

„Und ich will euch die Jahre erstatten, deren Ertrag die Heuschrecken gefressen haben …“

Anschließend kündigt Gott eine messianische und pfingstliche Verheißung an:

Joel 3,1:

„Und danach will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch …“

Diese Prophetie wird in Apostelgeschichte 2,16–17 erfüllt, als Petrus erklärt:

„Das ist’s, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist.“

Hier sehen wir eine direkte Verbindung zwischen alttestamentlicher Prophetie und neutestamentlicher Erfüllung. Die Ausgießung des Heiligen Geistes markiert den Beginn des Zeitalters der Gemeinde.


🔹 Kapitel 3: Gericht über die Nationen – Rettung für Gottes Volk

Gott kündigt Gericht über die Nationen an, die seinem Volk Unrecht getan haben (Joel 3,2–8) – insbesondere wegen Unterdrückung, Landraub und Gewalt.

Joel 3,2:

„Ich will alle Völker zusammenbringen und sie hinabführen in das Tal Joschafat und will dort mit ihnen rechten um meines Volkes und meines Erbteils Israel willen …“

Gott ist gerecht. Er richtet sowohl Einzelne als auch ganze Nationen. Dies weist prophetisch auf das endgültige Gericht hin (vgl. Offenbarung 20,11–15).

Zugleich verheißt Gott die endgültige Rettung und Gegenwart bei seinem Volk.

Joel 3,16–17:

„Der HERR wird aus Zion brüllen … Und ihr sollt erfahren, dass ich, der HERR, euer Gott bin …“


📖 DAS BUCH OBADJA

Autor: Obadja („Diener des HERRN“)
Kapitel: 1
Zentrales Thema: Gottes Gericht über Edom und seine uneingeschränkte Souveränität


🔹 Der Hintergrund von Edom

Edom geht auf Esau zurück, den Zwillingsbruder Jakobs (1. Mose 25,30). Trotz dieser engen Verwandtschaft war Edom über Generationen hinweg ein erbitterter Feind Israels.

Obadja klagt Edom an, weil es:

  • sich über Israels Fall gefreut hat,
  • fremde Angreifer unterstützte,
  • Überlebende verriet.

Obadja 1,10:

„Um der Gewalttat willen an deinem Bruder Jakob sollst du zuschanden werden und für immer ausgerottet sein.“

Obadja 1,12:

„Du solltest nicht zusehen am Tag deines Bruders, am Tag seines Unglücks …“

Die Wurzel von Edoms Schuld liegt in Stolz und Verrat. Gott verabscheut Treulosigkeit – besonders unter Menschen, die in enger Beziehung zueinander stehen (vgl. Sprüche 6,16–19).


🔹 Gottes Gericht über Edom

Edom vertraute auf seine schwer zugänglichen Bergfestungen und politische Bündnisse und hielt sich für sicher.

Obadja 1,3–4:

„Der Hochmut deines Herzens hat dich betrogen … Wenn du auch hoch wohnst wie der Adler … dennoch will ich dich von dort herabstürzen, spricht der HERR.“

Stolz ist die Wurzel vieler Sünden (Sprüche 16,18). Edom wird zum Sinnbild menschlicher Selbstüberschätzung – sein Untergang ist eine Warnung an alle, die sich gegen Gottes Willen stellen.


🔹 Der Tag des HERRN und die endgültige Herrschaft Gottes

Wie Joel spricht auch Obadja vom Tag des HERRN als einem Tag des Gerichts über alle Nationen.

Obadja 1,15:

„Denn nahe ist der Tag des HERRN über alle Heiden.“

Doch das Buch endet mit Hoffnung:

Obadja 1,21:

„Und das Reich wird des HERRN sein.“

Gottes Herrschaft wird sich vollständig durchsetzen. Diese Verheißung findet ihre endgültige Erfüllung im messianischen Reich Christi (vgl. Offenbarung 11,15).


Wenn du möchtest, kann ich diese Ausarbeitung auch als druckfähiges Studienheft, PowerPoint-Präsentation oder Material für ein Gruppenbibelstudium vorbereiten.

Lasst uns weiter im Wort Gottes wachsen und bereit sein für den Tag des HERRN – nicht in Angst, sondern im Glauben.

🕊️

„Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. Amen. Ja, komm, Herr Jesus!“
— Offenbarung 22,20 (Lutherbibel 2017)

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Liebe das Geld nicht – Eine theologische Betrachtung zu Hebräer 13,5

In unserer heutigen Welt scheint Geld alles zu sein. Es bezahlt für Nahrung, Miete, Bildung, Gesundheitsversorgung und fast jede grundlegende Notwendigkeit. Wenn uns die Schrift also auffordert, das Geld nicht zu lieben, klingt das zunächst unrealistisch – vielleicht sogar verantwortungslos. Doch wenn wir Hebräer 13,5–6 näher betrachten, entdecken wir nicht nur tiefe Weisheit, sondern auch kraftvollen Trost, der in Gottes Wesen und seinen Verheißungen verwurzelt ist.

Hebräer 13,5–6
Seid nicht geldgierig, und lasst euch genügen an dem, was da ist.
Denn er hat gesagt: »Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.«
So können wir getrost sagen: »Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten;
was kann mir ein Mensch tun?«

Diese Verse fordern uns nicht auf, die Realitäten des Lebens zu ignorieren, sondern laden uns ein, Gott als unseren wahren Versorger und Erhalter zu vertrauen.


1. Das Gebot: Liebe das Geld nicht

Die Formulierung „Seid nicht geldgierig“ (griechisch: aphilargyros) bedeutet nicht, dass Geld an sich böse ist. Geld ist ein Werkzeug – aber die Liebe zum Geld ist das, wovor uns die Bibel warnt:

1. Timotheus 6,10
Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen.
Danach hat einige gelüstet, und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.

Wenn unser Herz an Reichtum hängt, entfernen wir uns langsam von Gottes Absichten. Die Gefahr liegt nicht im Besitz, sondern im Götzendienst – wenn wir dem Geld mehr vertrauen als Gott.


2. Der Ruf zur Genügsamkeit

Hebräer 13,5 fährt fort: „…und lasst euch genügen an dem, was da ist.“ Warum? Weil Genügsamkeit Vertrauen ausdrückt – dass das, was Gott uns in diesem Moment gegeben hat, ausreicht.

Philipper 4,11–13
Ich habe gelernt, mir genügen zu lassen, wie’s mir auch geht.
Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; mir ist alles und jedes vertraut:
beides, satt sein und hungern, beides, Überfluss haben und Mangel leiden.
Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht, Christus.

Paulus’ Geheimnis der Zufriedenheit lag nicht in einem vollen Konto, sondern in Christus – der in Fülle wie im Mangel genügte. Gottes Gegenwart ist kostbarer als jeder Besitz.


3. Das Fundament: Gottes unerschütterliche Verheißung

Im Zentrum dieses Textes steht Gottes unveränderliche Zusage:

Hebräer 13,5b
»Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.«

Diese Verheißung stammt direkt aus dem Alten Testament:

5. Mose 31,6
Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und lasst euch nicht grauen vor ihnen;
denn der HERR, dein Gott, geht mit dir;
er wird dich nicht aufgeben noch von dir weichen.

Und sie wird in Christus erfüllt, der seinen Jüngern verspricht:

Matthäus 28,20
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Gottes Gegenwart ist unsere Sicherheit – nicht Geld, nicht Besitz. Selbst wenn materielle Dinge versagen, sind wir nicht verlassen.


4. Gott versorgt – auf Seine Weise

Manche denken, Gottes Hilfe bedeute Überfluss. Aber oft versorgt Er einfach für den heutigen Tag – wie das Manna in der Wüste (2. Mose 16). Manchmal segnet Er überreich. In jedem Fall aber gibt Er, was wir wirklich brauchen.

Matthäus 6,11
Unser tägliches Brot gib uns heute.

Römer 8,32
Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahin gegeben –
wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

Auch wenn wir nicht sehen, wie es weitergeht, ruft uns Gott dazu auf, Seinem Weg und Seiner Zeit zu vertrauen – nicht unseren eigenen Vorstellungen.


5. Gottvertrauen heißt nicht Passivität

Gott zu vertrauen bedeutet nicht, untätig zu sein. Er ruft uns zur Aktivität auf – in zwei wesentlichen Bereichen:

A. Suche zuerst Gottes Reich

Matthäus 6,33–34
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit,
so wird euch das alles zufallen.
Darum sorgt nicht für morgen;
denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen.

Das heißt: Gott an erste Stelle setzen – Ihm dienen, Ihn ehren, Seinem Wort gehorchen. Dann sorgt Er für uns.

B. Arbeite fleißig

Sprüche 10,4
Lässige Hand macht arm;
aber der Fleißigen Hand macht reich.

2. Thessalonicher 3,10
Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.

Gott segnet die Arbeit unserer Hände – auch kleine Schritte im Glauben bringen Frucht. Aber Arbeit darf niemals zum Götzen werden.


6. Anbetung statt Sorge

Gott zu vertrauen zeigt sich auch darin, Ihn über das Geschäft zu stellen. Den Laden am Sonntag zu schließen, in die Kirche zu gehen statt dem Profit nachzujagen, sich im Trubel Zeit zum Gebet zu nehmen – all das sind Akte des Vertrauens.

Psalm 127,2
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und hernach lange sitzt
und esst euer Brot mit Sorgen;
denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.

Gott will nicht nur unser Überleben. Er will unser Herz. Wenn wir Ihn an erste Stelle setzen, sorgt Er für den Rest.


Fazit: Lass Jesus genügen

Als Kind Gottes liegt dein Friede nicht in deinem Kontostand, sondern in Christus. Ob du viel hast oder wenig – sei zufrieden, denn Jesus ist bei dir. Er hat versprochen:

Hebräer 13,5
»Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.«

Hebräer 13,6
»Der Herr ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten.«

Lebe also mit Zuversicht. Lass nicht zu, dass die Liebe zum Geld dein Herz bestimmt. Vertraue Gott. Arbeite treu. Suche sein Reich. Und ruhe in der Wahrheit: Du bist niemals allein.

Gott segne dich.
Bitte teile diese Botschaft mit jemandem, der heute Ermutigung braucht.


 

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Verstehe Philipper 4,8 – Was bedeutet es für den Gläubigen?

 

Philipper 4,8

„Im Übrigen, Brüder und Schwestern: Alles, was wahr ist, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob – darauf seid bedacht!“
(Lutherbibel 2017)

Wenn du diese Bibelstelle genau betrachtest, wirst du bemerken, dass das Wort „alles“ mehrfach verwendet wird. Das zeigt uns, dass es viele verschiedene Dinge gibt, die hier nicht einzeln aufgelistet sind. Die Bibel richtet den Blick auf alles, was gut ist.

Wir sollten uns bewusst machen: Die Bibel hat nicht jedes einzelne gute Werk, das ein Mensch tun sollte, detailliert aufgeschrieben. Wäre das der Fall, wäre sie ein so gewaltiges Buch, dass wohl kein Mensch es je vollständig lesen könnte. Vielmehr gibt uns die Schrift hier eine Zusammenfassung, eine Leitlinie, an der wir uns orientieren sollen.

Ein Beispiel: Nirgendwo in der Bibel wirst du eine direkte Anweisung finden, dass wir „im Kirchenchor singen“ sollen. Und doch ist das etwas Schönes und Ehrenwertes. Auch dass wir das Evangelium durch Theaterstücke verkündigen, steht so nicht ausdrücklich geschrieben. Aber solche Ideen helfen oft, besonders Menschen, die Gott noch fern sind, sich für Christus zu öffnen. Vorausgesetzt natürlich, dass diese Dinge im guten und biblischen Rahmen bleiben.

Oder wenn wir Lautsprecher benutzen, Traktate auf der Straße verteilen – auch das wirst du in der Bibel nicht direkt als Befehl finden. Dennoch sind es Mittel, die der Wahrheit dienen.

Was heißt das also im Fazit? Es gibt viele Wege, wie wir Gott dienen können. Der Herr verbietet uns nicht, über neue Wege nachzudenken, im Gegenteil. Darum schließt Paulus diesen Vers mit den Worten: „darauf seid bedacht“. Das bedeutet: Prüfe, überlege, suche nach Wegen, wie das, was du tust, am Ende zum Aufbau des Reiches Gottes beiträgt oder es für andere Menschen anziehender macht.

Sieh dich um: Was liegt in deinen Gaben, in deinem Wissen? Wie kannst du etwas für Gott tun, das ihm Ehre bringt? Gottesdienst bedeutet nicht nur, auf der Kanzel zu predigen. Der Dienst für Gott ist viel umfassender. Gerade dort, wo du jetzt bist, überlege dir: Wie kann ich mit dem, was ich habe, das Reich meines Gottes bauen? Der Herr wird dir Weisheit schenken.

Der Herr segne dich!

Bitte teile diese Botschaft auch mit anderen.

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DIE EHE SOLL VON ALLEN MENSCHEN GEACHTET WERDEN

Hebräer 13,4 (LUT)

„Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen, und das Ehebett unbefleckt; denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten.“

In diesem kraftvollen Vers betont die Bibel zwei wichtige Prinzipien:

  1. Die Ehe soll von allen Menschen in Ehren gehalten werden

  2. Das Ehebett soll rein und unbefleckt bleiben

Lass uns diese Wahrheiten näher betrachten.


1. Die Ehe soll von allen geachtet werden

Die Schrift sagt: „Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen…“ – das bedeutet, dieses Gebot gilt nicht nur für bestimmte Gruppen, sondern für alle Menschen. Es betrifft vor allem zwei Gruppen:

a) Ehepaare selbst

Ehemänner und Ehefrauen sind die ersten und wichtigsten Personen, wenn es darum geht, die Ehe zu ehren. Die Bibel beschreibt die Ehe als einen Bund zwischen einem Mann und einer Frau (vgl. 1. Mose 2,24; Matthäus 19,4–6), und beide Partner tragen Verantwortung, diesen Bund aufrechtzuerhalten.

Wege, wie man seine eigene Ehe ehren kann:

  • Liebe, Respekt und offene Kommunikation pflegen

  • Zerstörerisches Verhalten wie Untreue, ständiges Streiten, Stolz oder Vernachlässigung vermeiden

  • Geduld, Vergebung, Demut und emotionale Nähe leben

Diese Tugenden können im Laufe der Zeit verblassen, wenn sie nicht bewusst gepflegt werden. Daher sollten Ehepaare ihr Herz aktiv bewahren und erneuern:

  • Ihre erste Liebe (vgl. Offenbarung 2,4–5)

  • Ihre anfängliche Freude und ihren inneren Frieden

  • Die Harmonie und das Vertrauen, das sie zu Beginn ihrer Beziehung hatten

Dies ist nur durch Buße, Demut und das Wirken des Heiligen Geistes möglich. Die Frucht des Geistes ist entscheidend für eine gesunde und beständige Ehe.

Galater 5,22–23 (LUT)
„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit. Gegen all dies ist das Gesetz nicht.“

Diese geistlichen Früchte sollten in jeder gottgefälligen Ehe sichtbar sein.

b) Außenstehende (Nicht-Ehepartner)

Auch Menschen außerhalb einer Ehe – Freunde, Verwandte, Nachbarn, Kollegen – sind aufgerufen, die Heiligkeit der Ehe zu respektieren. Niemand hat das Recht, eine Ehe zu stören, Streit zu säen oder Spaltung zu verursachen.

Wenn du nicht Teil einer bestimmten Ehe bist:

  • Sei keine Quelle der Versuchung oder Manipulation

  • Meide Flirten oder emotionale/romantische Bindungen mit verheirateten Personen

  • Gib keine unbiblischen Ratschläge oder ermutige zur Trennung

  • Gib nur dann Rat, wenn du darum gebeten wirst – und nur biblisch fundiert

2. Mose 20,17 (LUT)
„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau…“

Die Ehe zu ehren bedeutet, keine Sehnsüchte gegenüber dem Partner eines anderen zu entwickeln und in allen Beziehungen reine Grenzen zu wahren.


2. Das Ehebett soll rein sein

Der zweite Teil von Hebräer 13,4 sagt: „…und das Ehebett unbefleckt.“

Das bezieht sich speziell auf sexuelle Reinheit innerhalb der Ehe. Das „Bett“ steht symbolisch für die körperliche Vereinigung von Mann und Frau. Diese Intimität soll heilig bleiben – frei von Ehebruch, Unzucht oder unnatürlichen Praktiken.

Sexuelle Gemeinschaft in der Ehe ist ein Geschenk Gottes – zur Freude, zur tiefen Verbindung und zur Fortpflanzung (vgl. 1. Korinther 7,3–5). Wird jedoch:

  • Sex außerhalb der Ehe praktiziert (Ehebruch)

  • Pornografie, lustvolle Fantasien oder perverse Handlungen zugelassen

—dann wird das Ehebett entweiht.

Gott warnt deutlich vor aller sexuellen Unmoral.

1. Korinther 6,9–10 (LUT)
„Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Irrt euch nicht! Weder die Unzüchtigen noch die Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder … werden das Reich Gottes ererben.“

Dazu zählen alle sexuellen Praktiken, die Gottes Schöpfungsordnung widersprechen. Auch Homosexualität und andere widernatürliche Handlungen werden in der Bibel verurteilt (vgl. Römer 1,26–27).


Fazit: Ehre deine Ehe und die Ehen anderer

Gott misst der Ehe großen Wert bei. Sie spiegelt die Beziehung Christi zur Gemeinde wider (vgl. Epheser 5,25–32). Deshalb sind wir dazu berufen:

  • Unsere eigene Ehe zu achten und zu bewahren

  • Die Ehen anderer zu respektieren

  • Das Ehebett rein und unbefleckt zu halten


Bist du gerettet?

Wir leben in gefährlichen Zeiten. Die Wiederkunft Christi steht bevor. Bist du bereit?

2. Timotheus 3,1 (LUT)
„Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden.“

Offenbarung 22,12 (LUT)
„Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind.“

Lasst uns in Heiligkeit, Ehre und Liebe wandeln – und das beginnt in unserem Zuhause.

Maranatha – Der Herr kommt!


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Was bedeutet der „Becher mit kaltem Wasser“? (Matthäus 10,42)

Matthäus 10,42 (Lutherbibel 2017):

„Und wer einen dieser Geringen nur mit einem Becher kalten Wassers tränkt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Es wird ihm nicht unbelohnt bleiben.“

Was meint Jesus mit dem „Becher mit kaltem Wasser“ in Matthäus 10,42?

FRAGE: Was ist mit dem „Becher mit kaltem Wasser“ gemeint, den der Herr hier erwähnt?

Matthäus 10,42 (Lutherbibel 2017):
„Und wer einen dieser Geringen nur mit einem Becher kalten Wassers tränkt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Es wird ihm nicht unbelohnt bleiben.“

ANTWORT:
Wer körperlich schwer gearbeitet hat – sei es bei der Feldarbeit, beim Sport oder bei einem anderen anstrengenden Einsatz – der weiß: Das Erste, wonach man sich sehnt, ist meist nicht Nahrung, sondern Wasser. Der Körper verliert beim Schwitzen viel Flüssigkeit, und das Bedürfnis nach frischem Wasser wird größer als nach einem warmen Essen. Wasser ist zudem fast überall leicht zugänglich und kostet in der Regel weniger als eine Mahlzeit. Jeder kann diese Hilfe leicht gewähren – aus der Wasserleitung, aus einem Brunnen oder aus einem eigenen Vorratsbehälter. Wenn das Wasser dann auch noch kühl ist, löscht es nicht nur den Durst, sondern bringt auch Erfrischung.

So vergleicht auch der Herr seine Diener mit Arbeitern, die von anstrengender Arbeit kommen. Auch sie haben „Durst“ – nicht nur physisch, sondern auch geistlich. Und wer ihnen hilft, wird von Gott nicht ohne Lohn bleiben.

Was sind die „Wasser“ für einen Gläubigen?

Diese „kalten Wasser“ können verschiedene Formen annehmen:

1. Es kann eine Mahlzeit sein:
Wenn du zum Beispiel siehst, dass ein Diener Gottes irgendwo predigt oder evangelisiert – vielleicht an einem öffentlichen Ort, auf einem Markt oder an einer Straßenecke – und du hast das Herz, ihm eine Mahlzeit oder wenigstens eine Flasche Wasser zu geben, sodass er gestärkt Gott danken kann, dann ist das wie ein „Becher kalten Wassers“. Gott wird dich dafür belohnen.

2. Es kann eine kleine Spende sein:
Selbst das Geringste, was einem Diener Gottes für den Tag hilft – sei es für Fahrgeld, für Seife oder für eine Telefonkarte – ist in Gottes Augen wertvoll. Auch wenn es dir klein erscheinen mag, der Herr hat zugesagt, dich zu belohnen. Und wenn du darüber hinaus mehr gibst, verwandelt sich auch das in einen „Becher mit kaltem Wasser“.

3. Es können Dinge des täglichen Lebens sein:
Vielleicht kannst du kein Geld geben, aber du hast etwas Nützliches, das du weitergeben kannst – Kleidung, Schuhe, ein Telefon oder eine andere Form von praktischer Hilfe. Auch das zählt in Gottes Augen als ein „Becher mit kaltem Wasser“.

Fazit:

Der Herr hat verschiedene Arten von Lohn verheißen für gute Taten: Es gibt Belohnung für Hilfe an den Armen, es gibt Lohn für Hilfe an Geschwistern im Glauben – aber besonders auch für diejenigen, die sich um seine Diener kümmern, hat der Herr Belohnung versprochen.

Der Herr segne dich.

Bitte teile diese Botschaft auch mit anderen!


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