Gottes vollkommener Wille für deine Feinde

Gottes vollkommener Wille für deine Feinde

Egal, wie sehr dich Menschen verletzen oder wie viele Feinde du hast – Gott hasst sie niemals so wie du. Wie du sie siehst, ist anders als wie Gott sie sieht. Du magst dir ihre Vernichtung wünschen, aber Gott will ihre Rettung. Du magst darauf hoffen, dass Unglück über sie kommt – der Herr aber möchte, dass sie umkehren und Verschonung finden.

Wenn du Gottes Wesen wirklich erkennst, wirst du aufhören, deine Zeit damit zu vergeuden, Feinden Böses zu wünschen. Stattdessen wirst du beten, dass der Herr ihnen Gnade schenkt zur Umkehr – damit ihr Schaden dich nicht erreicht.

Wenn du dafür betest, dass Gott deine Feinde tötet, verplemperst du deine Zeit. Gott wusste schon, dass sie deine Feinde werden würden, noch bevor sie geboren waren – und doch hat Er sie geschaffen. Wäre Er so zornig auf sie wie du, hätte Er sie längst vernichtet oder gar nicht erst geschaffen. Ihre Existenz zeigt: Sie gehören zu Gottes souveränem Plan, und Er hat sie geschaffen, weil Er sie liebt (vgl. Joh 3,16).

Warum Gott Buße will – nicht Zerstörung

Das sind starke Worte – und doch wahr. Wenn du jemanden hasst, weil er über dich lästert, und wünschst, Gott möge ihn töten – dein Gebet wird nicht gehört. Bete stattdessen dafür, dass Gott ihm ein bußfertiges Herz schenkt – denn das entspricht Seinem Willen.

„Meinst du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, daß er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?“ (Hes 18,23)

„Er ist geduldig mit euch und will nicht, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.“ (2 Petr 3,9)

Auch wenn jemand dir das Wertvollste gestohlen hat: Das Gebet, das Gott gefällt, lautet:

„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34)

Wenn jemand dir durch Zauberei oder ähnliches schaden will, könntest du argumentieren: „Du sollst nicht leben lassen eine Zauberin“ (2 Mo 22,18) – aber bedenke: Gilt dann auch „Steinigt die Ehebrecher“ (5 Mo 22,22) im selben Sinn? Es ist derselbe Gott, der beides gesagt hat. Warum nur das eine anwenden und das andere ignorieren?

Die Perspektive des Neuen Bundes

Wir müssen verstehen: Gottes Vorgehen im Alten Bund unterscheidet sich vom Neuen Bund. Im Alten Testament war – wegen der Verstocktheit menschlicher Herzen – den Israeliten erlaubt, Ehebrecher, Götzendiener, Hexen und Lästerer hinzurichten und Aussätzige auszuschließen. Aber das war nicht Gottes letztlicher Plan.

In der Fülle kam Gottes Wille durch Jesus Christus zum Ausdruck – der sagte:

  • Matth 5,21–22:

    „Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: ›Du sollst nicht töten…‹ Ich aber sage euch: Wer seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig.“

  • Matth 5,38–39:

    „Ihr habt gehört, daß gesagt ist: ›Auge um Auge und Zahn um Zahn.‹ Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Übel; sondern wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.“

  • Matth 5,43–45:

    „Ihr habt gehört, daß gesagt ist: ›Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‹ Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel seid.“

Darum: Im christlichen Glauben gibt es kein „Auge um Auge“, keine Steinigung von Ehebrechern, kein Töten von Hexen. Wir dürfen unsere Feinde nicht hassen. Unser Gebet soll sein: dass Gott uns vor ihrem Schaden bewahrt, ihre bösen Pläne zunichte macht und sie zur Umkehr führt.

Wie wir unserem Vater ähnlich werden

Wir können Gott nicht beibringen, Böses zu tun – Er bleibt vollkommen. Er lässt seine Sonne über die Bösen und Guten scheinen. Stattdessen ruft Er uns dazu auf:

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lk 6,36)

Jesus fasst es so zusammen:

„Wenn ihr liebt, die euch lieben, – was tut ihr Besonderes? … Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Matth 5,46–48)

Ein Aufruf zur Errettung

Der Herr segne uns alle. Falls du Jesus noch nicht angenommen hast – wonach wartest du? Das Evangelium ist keine bloße Geschichte zur Unterhaltung; es ist eine Rettungsgeschichte. Jedes Mal, wenn du davon hörst, wird bezeugt, dass du gehört hast. Es zu ignorieren heißt, dich selbst in ewige Gefahr zu bringen.

Nimm Christus heute in dein Leben auf. Warte nicht auf morgen – denn „du weißt nicht, was der morgige Tag bringen wird“ (Spr 27,1). Suche die Taufe durch vollständiges Untertauchen (Joh 3,23) im Namen Jesu Christi (Apg 2,38). Und dann wird der Heilige Geist auf dich kommen und dich in alle Wahrheit führen (Joh 16,13).

Maranatha!


 

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Über den Autor

Doreen Kajulu editor

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