Title 2021

Bewahre die Erinnerung an das, was der Herr für dich getan hat – denn sie wird dir in der Zukunft dienen

 


Bewahre die Erinnerung an das, was der Herr für dich getan hat – denn sie wird dir in der Zukunft dienen

Gepriesen sei der Name unseres Herrn Jesus Christus.

Die Heilige Schrift zeigt uns immer wieder, wie wichtig es ist, die Taten Gottes nicht zu vergessen, sondern sie bewusst im Gedächtnis zu bewahren. Erinnerung ist in der Bibel kein bloßer mentaler Vorgang, sondern ein geistlicher Akt des Glaubens. Wer sich erinnert, hält fest, was Gott getan hat – und schöpft daraus neue Kraft.

Der Psalmist ruft uns eindringlich dazu auf:

Psalm 103,2 (LUT 2017):
„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“

Vergessen führt geistlich zur Schwächung, Erinnerung hingegen zur Erneuerung des Glaubens. Darum ist es von großer Bedeutung, die Werke des Herrn im eigenen Leben festzuhalten. Jede Gebetserhörung, jede Bewahrung, jede übernatürliche Hilfe sollte bewusst bewahrt werden – im Herzen und, wenn möglich, auch schriftlich. Denn es werden Zeiten kommen, in denen der Glaube geprüft wird.

Die Bibel lehrt uns klar, dass Prüfungen Teil des geistlichen Lebens sind:

1. Petrus 1,6–7:
„Jetzt müsst ihr eine kleine Zeit traurig sein in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube, der viel kostbarer ist als vergängliches Gold, sich bewährt.“

In solchen Zeiten ist die Erinnerung an Gottes vergangenes Handeln oft der Anker, der uns davor bewahrt, mutlos zu werden.

David – Glaube gespeist aus Erinnerung

Davids Sieg über Goliath war kein spontaner Akt religiösen Mutes, sondern das Ergebnis eines Glaubens, der auf Erinnerung gegründet war. David hatte gelernt, Gottes Treue im Verborgenen zu erkennen, lange bevor er öffentlich siegte.

1. Samuel 17,37 (LUT 2017):
„Der HERR, der mich errettet hat aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen des Bären, der wird mich auch erretten aus der Hand dieses Philisters.“

Theologisch betrachtet erkennen wir hier ein wichtiges Prinzip:
👉 Vergangene Rettung wird zur Grundlage zukünftigen Vertrauens.

David argumentiert nicht emotional, sondern heilsgeschichtlich: Derselbe Gott, der früher eingegriffen hat, ist auch heute derselbe.

Hebräer 13,8:
„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“

Wäre David ein Mensch gewesen, der Gottes Taten vergessen hätte, wäre sein Glaube im entscheidenden Moment zusammengebrochen. Erinnerung war der Nährboden seines Mutes.

Maria – Bewahrerin der Heilsgeschichte

Ein weiteres zentrales Beispiel finden wir bei Maria, der Mutter Jesu. Ihre Rolle ist theologisch tiefgründiger, als sie oft wahrgenommen wird. Maria war nicht nur die Mutter Jesu, sondern auch eine Bewahrerin heilsgeschichtlicher Offenbarung.

Zweimal betont das Lukasevangelium ausdrücklich:

Lukas 2,19:
„Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.“

 

Lukas 2,51:
„Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.“

Das griechische Wort, das hier für „behalten“ verwendet wird (συντηρέω – syntēréō), bedeutet:
sorgfältig bewahren, schützen, nicht verlieren lassen.

Theologisch gesehen war Maria damit eine lebendige „Trägerin der Erinnerung“, durch die Gott später Offenbarung weitergab. Lukas selbst bestätigt, dass sein Evangelium auf den Berichten von Augenzeugen beruht:

Lukas 1,2–3:
„… wie sie uns überliefert haben, die es von Anfang an selbst gesehen haben … habe auch ich beschlossen, es für dich der Reihe nach aufzuschreiben.“

Das zeigt uns:
 Gott wirkt nicht nur durch Wunder, sondern auch durch Menschen, die treu bewahren, was sie gesehen und gehört haben.

Ohne Marias Erinnerung hätten wir wesentliche Teile der Weihnachtsgeschichte, der Kindheit Jesu und seiner frühen Charakterzüge nicht.

Erinnerung als geistliches Erbe

Die Bibel verbindet Erinnerung immer auch mit Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.

Psalm 78,4:
„Wir wollen es nicht verschweigen ihren Kindern, sondern dem kommenden Geschlecht rühmen die Taten des HERRN.“

Das Bewahren geistlicher Zeugnisse ist daher kein persönlicher Luxus, sondern ein geistlicher Auftrag. Was Gott in deinem Leben tut, ist nicht nur für dich bestimmt, sondern kann ein Fundament für andere werden – für deine Kinder, deine Gemeinde, ja sogar für Generationen nach dir.

Darum sagt die Schrift:

Sprüche 13,22 (LUT 2017):
„Ein guter Mensch vererbt den Kindeskindern; aber der Reichtum des Sünders wird für den Gerechten aufgespart.“

Dieses Erbe ist nicht nur materiell, sondern vor allem geistlich.


Schlussgedanke

Lasst uns daher lernen, bewusst zu erinnern. Lasst uns Zeugnisse sammeln, bewahren und weitergeben. Denn die Erinnerung an Gottes Taten stärkt unseren Glauben, schützt uns in Prüfungen und wird für andere zur Quelle der Hoffnung.

Der Herr segne uns und lehre uns, seine Werke nicht zu vergessen.

Bitte teilt diese gute Botschaft auch mit anderen.

Print this post

WARUM FRAGTEN DIE JÜNGER JESUS IM VERTRAULICHEN?

Die Kraft der Intimität in der Offenbarung verstehen
Bibelstelle: Matthäus 24 (Lutherbibel 2017)

Während Jesu irdischem Dienst hörten die Jünger oft, wie Er tiefe Wahrheiten lehrte – manchmal in Gleichnissen, manchmal direkt und klar. Mehrfach baten sie sofort um Erläuterung. Doch es gab entscheidende Momente, in denen sie bewusst warteten und Jesus im Verborgenen aufsuchten.

Diese bewusste Entscheidung für ein vertrauliches Gespräch kam nicht aus Furcht, sondern aus Ehrfurcht und dem Wunsch nach tieferem Verständnis, besonders in Bezug auf das Ende der Zeiten.

Warum im Vertraulichen fragen?
Die Jünger erkannten, dass manche geistlichen Wahrheiten nicht nur gehört, sondern bedacht, in Stille und mit ungeteilter Aufmerksamkeit empfangen werden müssen. Sie wussten, dass Antworten oft nur in ruhiger Gemeinschaft mit dem Herrn kommen, fern vom Trubel der Menschenmenge (Markus 4,34; Lukas 9,18).

Auch für Gläubige heute ist die Suche nach Gott in der Einsamkeit entscheidend, um göttliche Geheimnisse zu verstehen. Gott spricht noch immer, aber oft in der „feinen Stille“ (1. Könige 19,12), nicht im Lärm des Alltags.


Matthäus 24,1–3

Jesus verließ den Tempel und ging weg. Seine Jünger traten zu ihm, um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen.
Er antwortete ihnen: „Seht ihr nicht alles das? Wahrlich, ich sage euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen wird.“
Als er auf dem Ölberg saß, kamen die Jünger zu ihm allein und fragten:
„Sag uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen für dein Kommen und für das Ende der Weltzeit sein?“


In diesem Abschnitt stellen die Jünger drei entscheidende eschatologische (Endzeit-) Fragen:

  1. Wann wird das geschehen?
  2. Was wird das Zeichen für dein Kommen sein?
  3. Was wird das Zeichen für das Ende der Weltzeit sein?

Diese Fragen beziehen sich auf die prophetische Entfaltung von Gottes Heilsplan: Seine Wiederkunft, das Gericht und die Errichtung seines ewigen Reiches.


1. „Wann wird das geschehen?“

(Matthäus 24,3; Antwort in Versen 36–44)

Diese Frage drückt das menschliche Bedürfnis aus, den Zeitpunkt von Jesu Rückkehr und der Vollendung von Gottes Plan genau zu kennen. Jesus antwortet:


Matthäus 24,36

„Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater.“


Theologische Kernwahrheit:
Selbst Jesus beschränkte sein göttliches Wissen in seiner Menschwerdung freiwillig (Philipper 2,6–8), um völlige Unterordnung unter den Vater zu zeigen. Niemand – weder Mensch noch Engel – kennt den Tag seiner Rückkehr.

Stattdessen ruft Jesus zur Wachsamkeit auf:


Matthäus 24,44

„Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.“


Praktische Anwendung:
Die Gemeinde soll in einem Zustand ständiger Bereitschaft leben, nicht in Selbstzufriedenheit, denn der Tag des Herrn kommt „wie ein Dieb in der Nacht“ (1. Thessalonicher 5,2).


2. „Was wird das Zeichen für dein Kommen sein?“

(Matthäus 24,3; Antwort in Versen 4–28)

Jesus beschreibt eine Reihe von Ereignissen, die die Zeit seiner Wiederkunft kennzeichnen, ohne den genauen Zeitpunkt zu nennen:


Matthäus 24,4–7

„Seht zu, dass euch niemand verführt! Denn viele werden kommen in meinem Namen … und ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören … und es wird Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben an verschiedenen Orten geben.“


Theologischer Einblick:
Diese Zeichen gleichen Geburtswehen (Römer 8,22) – eine Eskalation des Chaos, da die Schöpfung unter der Last der Sünde stöhnt. Sie sollen jedoch keine Angst auslösen, sondern Wachsamkeit.

Falsche Propheten, zunehmende Gesetzlosigkeit, Verfolgung der Heiligen und die weltweite Verkündigung des Evangeliums sind ebenfalls wichtige Zeichen (Matthäus 24,11–14).


Matthäus 24,14

„Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt gepredigt werden, zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.“


Erfüllung heute:
Viele dieser Zeichen sind heute sichtbar: weltweite Evangelisation, geopolitische Unruhen, moralischer Verfall, Pandemien (z. B. COVID-19) und wachsende Täuschung in der Kirche – alles deutet auf die Nähe Christi hin.


3. „Was wird das Zeichen für das Ende der Weltzeit sein?“

(Matthäus 24,3; Antwort in Versen 29–31)

Dies bezieht sich auf den endgültigen Abschluss der Geschichte – den Moment, wenn die Zeit endet und Gottes ewiges Reich beginnt.


Matthäus 24,29–30

„Sogleich aber nach der Trübsal jener Tage wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht geben … Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen … und sie werden den Menschensohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit.“


Eschatologische Wahrheiten:

  • Jesus wird sichtbar, leiblich und herrlich zurückkehren (Apostelgeschichte 1,11; Offenbarung 1,7).
  • Kosmische Störungen begleiten sein Kommen und erfüllen alttestamentliche Prophezeiungen (Joel 2,31; Jesaja 13,10).
  • Das endgültige Gericht folgt (Matthäus 25,31–46), bei dem Gerechte von den Gottlosen getrennt werden.
  • Der Gerichtstag wird für die Unvorbereiteten furchtbar sein (Offenbarung 6,15–17), aber für die Gläubigen herrlich (Titus 2,13).

Was bedeutet das für dich heute?
Wir leben in einer Generation, die nahezu alle prophetischen Zeichen erfüllt sieht. Das bedeutet: Die Wiederkunft Christi ist nahe, sie kann jederzeit geschehen.

Die Frage ist nicht „Wann?“ sondern „Bist du bereit?“

Jesus warnte, dass sein Kommen plötzlich und unerwartet sein wird. Zwei werden auf dem Feld sein, einer wird genommen, der andere bleibt (Matthäus 24,40–41). Es wird keine Vorwarnung, keine letzten Zeichen, keine dramatische Pause geben.


Matthäus 24,42

„Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“


Wie solltest du reagieren?

  • Bereue und glaube dem Evangelium (Markus 1,15)
  • Nimm Jesus Christus als Herrn und Retter an (Johannes 1,12)
  • Lass dich im Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden taufen (Apostelgeschichte 2,38)
  • Lebe in Heiligkeit und Wachsamkeit, halte dein Licht am Brennen (Matthäus 25,1–13)

Brauchen Sie Gebet oder Taufe?
Wenn du bereit bist, dein Leben Jesus zu übergeben, oder wenn du Hilfe bei der Taufe brauchst, melde dich gern unter 0693036618. Wir beten gerne mit dir und begleiten dich auf deinem Glaubensweg.


Der Herr segne dich.


Print this post

Ist der Himmel ein Ort, an dem wir für immer ununterbrochen singen werden?

 


Antwort:
Die weitverbreitete Vorstellung, dass der Himmel ein Ort ist, an dem wir für alle Ewigkeit ununterbrochen singen, ist ein Missverständnis dessen, was die Bibel tatsächlich lehrt. Obwohl Anbetung – einschließlich Gesang – zweifellos ein Teil unserer himmlischen Erfahrung sein wird, zeichnet die Heilige Schrift ein viel tieferes und reichhaltigeres Bild des ewigen Lebens mit Gott.

Jesus selbst sprach vom Himmel nicht nur als einem Ort des Lobpreises, sondern als ein Zuhause, das für diejenigen vorbereitet wird, die ihn lieben.

Johannes 14,1–3 (LUT 2017)

„Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.“

Jesus beschreibt das Haus seines Vaters mit vielen Wohnungen – ein Hinweis darauf, dass der Himmel ein weitläufiger, einladender und bedeutungsvoller Ort ist, kein eintöniger oder langweiliger Zustand. Das griechische Wort für „Wohnungen“ (μονή – monē) bedeutet wörtlich „Bleibe“ oder „Wohnstätte“. Das weist auf Gemeinschaft, Beziehung und ein sinnvolles Dasein hin – nicht nur auf Gesang.


Was werden wir im Himmel tun?
Die Bibel gibt uns mehrere Hinweise darauf, was uns im Himmel erwartet:

1. Gott dienen
Offenbarung 22,3 (LUT 2017)

„Und es wird keinen Fluch mehr geben. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen.“

Anbetung im Himmel beinhaltet auch Dienst. Das kann vielfältige freudige Aufgaben und Verantwortungen bedeuten – Arbeit ohne Mühsal und Frust.


2. Mit Christus herrschen
2. Timotheus 2,12 und Offenbarung 22,5 (LUT 2017)

„Und Nacht wird nicht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichtes einer Lampe noch des Lichtes der Sonne; denn Gott, der Herr, wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
(Offb. 22,5)

Herrschen bedeutet Verantwortung, Autorität und Sinnhaftigkeit. Der Himmel ist keine untätige Ewigkeit, sondern erfüllt mit Bedeutung und göttlichem Zweck.


3. Gemeinschaft und Erkenntnis erleben
1. Korinther 13,12 (LUT 2017)

„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin.“

Der Himmel wird ein Ort ewiger Erkenntnis Gottes, vollkommener Gemeinschaft mit den Heiligen und tiefster Einsicht sein.


4. Unvorstellbare Freude erfahren
Psalm 16,11 (LUT 2017)

„Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.“

Ja, Singen und Anbetung werden Teil des Himmels sein – das sehen wir z. B. in Offenbarung 5,11–13, wo unzählige Engel und Gläubige das Lamm preisen. Doch das ist nicht alles, was wir dort tun werden.


Der Himmel: Jenseits menschlicher Vorstellungskraft
Paulus macht deutlich, dass der Himmel unsere Vorstellungskraft weit übersteigt:

1. Korinther 2,9 (LUT 2017)

„Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.“

Die Freude im Himmel wird alles auf Erden übersteigen. Wenn wir sogar in dieser gefallenen Welt Freude an Beziehungen, Kreativität und Gottesdienst empfinden können – wie viel herrlicher wird das Leben in Gottes vollkommener Gegenwart sein?


Wie kommen wir in den Himmel?
Es gibt nur einen Weg in dieses ewige Zuhause: den Glauben an Jesus Christus.

Johannes 14,6 (LUT 2017)

„Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Der Weg beginnt, wenn wir Jesus als Herrn und Retter annehmen, unsere Sünden bereuen, uns gemäß der Schrift taufen lassen und die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

Apostelgeschichte 2,38 (LUT 2017)

„Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“


Maranatha.


 

Print this post

Geliebte, glaubt nicht jedem Geist

Wir leben in geistlich gefährlichen Zeiten – Zeiten großer Täuschung und Verwirrung. Im Unterschied zu früheren Generationen ist die geistliche Auseinandersetzung heute subtiler und hinterhältiger geworden. Sie richtet sich nicht nur gegen die Welt, sondern trifft das Herz der Gemeinde. Im Zentrum dieses Kampfes steht Satan, der weiß, dass die Kraft des Neuen Bundes in der Gegenwart und dem Wirken des Heiligen Geistes liegt. Deshalb versucht er unermüdlich, diesen Geist nachzuahmen und zu verfälschen.

Satan weiß, dass wenn der Heilige Geist in der Gemeinde frei wirken darf, viele Menschen verwandelt, gestärkt und aus seiner Gewalt befreit werden. Deshalb sendet er falsche Geister – Nachahmungen, die dem Heiligen Geist ähnlichsehen, die aber von Wahrheit, Heiligkeit und einem Leben mit Christus wegführen.

Darum warnt uns die Schrift:

„Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind ausgegangen in die Welt.“

  1. Johannes 4,1

Es reicht nicht, jede geistliche Erfahrung einfach so hinzunehmen. Wir müssen die Geister am Wort Gottes prüfen. Hier sind fünf biblische Merkmale, an denen du erkennen kannst, ob jemand wirklich den Heiligen Geist empfangen hat oder unter dem Einfluss eines falschen Geistes steht.


1. Der Heilige Geist wirkt Heiligung

Der Name „Heiliger Geist“ ist keine bloße Bezeichnung, sondern beschreibt Sein Wesen und Sein Wirken. Wenn Er in das Leben eines Gläubigen eintritt, ist Sein erstes Ziel, ihn zu heiligen, ihn von der Sünde abzusondern und nach dem Bild Christi zu formen.

„Oder wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“

  1. Korinther 3,16

„Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“
Galater 5,22-23

Wenn du behauptest, den Heiligen Geist zu haben, aber weiter in Sünde lebst – sei es sexuelle Unmoral, unsittliches Verhalten, Liebe zur Welt oder unbußfertiger Stolz –, dann solltest du den Geist prüfen, den du empfangen hast. Zungenreden oder geistliche Gaben allein beweisen nicht den Heiligen Geist, wenn die Frucht der Heiligung fehlt.

Jesus warnte:
„Ihr werdet sie an ihren Früchten erkennen.“
Matthäus 7,16


2. Der Heilige Geist führt in die Wahrheit

Der Geist offenbart die Schrift und führt die Gläubigen zu einem tieferen Verständnis von Gottes Willen. Er zeigt uns Christus durch das Wort und lehrt uns gehorsames Leben.

„Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in alle Wahrheit leiten.“
Johannes 16,13

Wenn du schon lange gerettet bist, aber geistlich unreif bleibst, kein Interesse an Gottes Wort hast und mehr auf Zeichen, Wunder oder Dämonenlehren achtest als auf das Evangelium, dann stimmt geistlich etwas nicht. Der wahre Heilige Geist lässt keinen Gläubigen in der Finsternis.

Paulus betete:
„…dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst.“
Epheser 1,17


3. Der Heilige Geist verherrlicht Jesus Christus

Der Heilige Geist lenkt niemals die Aufmerksamkeit auf sich selbst oder auf Menschen. Sein Ziel ist es, Christus in den Herzen der Gläubigen und in der Gemeinde groß zu machen.

„Der wird mich verherrlichen, weil er von dem Meinen nehmen und es euch verkündigen wird.“
Johannes 16,14

Ein Geist-geführter Dienst stellt Christus in den Mittelpunkt, nicht Menschen, Propheten oder Denominationen. Wenn eine Gemeinde ihren Leiter mehr verherrlicht als Jesus, oder wenn Heil und geistliche Autorität an einen menschlichen Namen gebunden werden, dann wirkt dort ein anderer Geist.

„Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, ist aus Gott; und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Das ist der Geist des Antichristen.“

  1. Johannes 4,2-3

4. Der Heilige Geist schenkt Gaben und Dienst (1. Korinther 12)

Wenn der Heilige Geist in einen Gläubigen einzieht, stattet Er ihn mit geistlichen Gaben und einem Dienstauftrag für den Leib Christi aus. Diese Gaben dienen nicht zur Selbstdarstellung, sondern zum Aufbau der Gemeinde.

„Die Erscheinung des Geistes aber wird einem jedem zurnütze gegeben.“

  1. Korinther 12,7

Ob Predigen, Lehren, Evangelisieren, Prophezeien, Geben, Helfen oder Leitungsdienst – jeder Geist-erfüllte Gläubige hat eine Rolle. Wenn du lange im Glauben bist, aber keinen Dienst hast, keine Berufung spürst und dich nicht aktiv in der Gemeinde engagierst, dann ist es möglich, dass der Geist, den du hast, nicht der Heilige Geist ist.

Paulus vergleicht die Gläubigen mit Gliedern eines Leibes:

„Ihr aber seid der Leib Christi und jeder einzelne ein Glied.“

  1. Korinther 12,27

Im Leib Christi gibt es kein nutzloses Glied. Wenn du nicht funktionierst, stimmt etwas nicht.


5. Der Heilige Geist fördert ein Leben im Gebet

Ein starkes inneres Verlangen nach Gebet ist ein deutliches Zeichen für die Gegenwart des Heiligen Geistes. Er bewegt das Herz, Gott in Gemeinschaft, Fürbitte und Anbetung zu suchen.

„Ebenso hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen.“
Römer 8,26

Ein echter Gläubiger kann nicht wochen- oder monatelang ohne Gebet leben und inneren Frieden bewahren. Die Freude der Rettung verblasst, wenn die Gemeinschaft mit Gott vernachlässigt wird. Der Heilige Geist drängt uns, unaufhörlich zu beten (1. Thessalonicher 5,17).

Wenn du ohne Gebet gut leben kannst und Gemeinde oder Andacht eher Last als Segen sind, solltest du den Geist prüfen, den du empfangen hast.


Was tun, wenn diese Zeichen fehlen?

Wenn diese fünf Merkmale in deinem Leben fehlen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Geist, den du empfangen hast, nicht der Heilige Geist, sondern ein Geist der Täuschung ist. Die Lösung ist nicht Verzweiflung, sondern echte Umkehr und Gehorsam gegenüber dem Evangelium.

„Kehrt um, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“
Apostelgeschichte 2,38

Bereue aufrichtig, kehre von aller Sünde und Selbstsucht um.

Lass dich im Namen Jesu Christi durch Untertauchen taufen, wie es die Apostel getan haben.

Dann wird, nach Gottes Verheißung, der wahre Heilige Geist in dein Leben kommen – nicht als Ritual, sondern als eine verwandellnde Gegenwart.


Abschließende Gedanken

Wir leben in den letzten Tagen, und die geistliche Täuschung nimmt zu. Die Bibel ruft uns dazu auf, alle Geister zu prüfen – nicht nur nach Gefühlen oder Erfahrungen, sondern am Wort Gottes. Gib dich nicht mit einer oberflächlichen geistlichen Erfahrung zufrieden. Lass dich nicht von Emotionen oder Tradition blenden.

Frag dich selbst:
Sind alle fünf Merkmale des Heiligen Geistes in meinem Leben vorhanden?
Wenn nicht, suche den Herrn mit Dringlichkeit und Aufrichtigkeit.

„Ihr aber seid nicht Fleisch, sondern Geist, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.“
Römer 8,9

Der Herr segne dich.


Print this post

Hat Elia nach seiner Himmelfahrt einen Brief geschrieben?

Frage:
Wir wissen aus der Schrift, dass der Prophet Elia in einem Wirbelsturm in den Himmel aufgenommen wurde. Doch Jahre später lesen wir, dass er einen Brief an König Joram wegen dessen Krankheit sandte (2. Chronik 21,12). Wie ist das möglich?

Antwort:
Schauen wir uns das genauer an.

In 2. Chronik 21,11–15 erfahren wir, dass König Joram das Volk Juda zur Abgötterei und Unmoral verführte – ähnlich wie die Könige Israels. Dann heißt es in Vers 12:

„Es kam aber ein Brief zu ihm von dem Propheten Elia, der lautete: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Weil du nicht gewandelt bist in den Wegen deines Vaters Joschafat und in den Wegen Asas, des Königs von Juda, sondern wandelst in dem Weg der Könige von Israel … siehe, der HERR wird dein Volk treffen mit einer großen Plage, dazu deine Söhne, deine Frauen und alle deine Habe. Du aber wirst schwer erkranken an einer Krankheit des Leibes, so dass deine Eingeweide herauskommen werden vor der Krankheit, Tag für Tag.“
(2. Chronik 21,12–15 LUT 2017)

Diese Prophetie fand offenbar nach Elias Himmelfahrt statt. Wie konnte Elia also einen Brief aus dem Himmel schicken?

Die Antwort lautet: Das hat er nicht. Elia sandte den Brief nicht aus dem Himmel. Vielmehr hatte er ihn vorher geschrieben. Gott hatte ihm prophetisch offenbart, dass ein König namens Joram aufsteigen und schreckliche Sünden begehen würde. Elia wurde beauftragt, Gottes Gericht im Voraus niederzuschreiben. Dieser Brief wurde wahrscheinlich einem Diener wie Elisa anvertraut, damit er zur rechten Zeit überbracht würde.

Und tatsächlich wurde der Brief aufbewahrt, bis Joram König wurde und die Bosheit verübte, die Elia vorausgesehen hatte. Die Prophetie erfüllte sich genau: Joram erkrankte an einer schmerzhaften Darmkrankheit, und schließlich traten seine Eingeweide hervor. Er starb unter Qualen, und anders als seine Vorfahren wurde ihm keine Ehre beim Tod erwiesen.

In 2. Chronik 21,18–19 lesen wir:

„Und nach alledem plagte ihn der HERR mit einer unheilbaren Krankheit des Leibes. Und nach zwei Jahren kamen seine Eingeweide infolge seiner Krankheit heraus, und er starb unter großen Schmerzen. Und sein Volk machte ihm keinen Brand wie seinen Vätern.“
(2. Chronik 21,18–19 LUT 2017)

Elia kehrte also nicht zurück und sandte auch keine Botschaft aus dem Himmel. Er schrieb den Brief unter göttlicher Leitung im Voraus.

Ein ähnliches Beispiel sehen wir bei der Prophetie über König Josia. Mehr als hundert Jahre vor dessen Geburt prophezeite ein Mann Gottes in 1. Könige 13,1–2:

„Und siehe, ein Mann Gottes kam aus Juda nach Bethel durch das Wort des HERRN; Jerobeam aber stand beim Altar, um zu opfern. Und er rief gegen den Altar durch das Wort des HERRN und sprach: Altar, Altar, so spricht der HERR: Siehe, es wird ein Sohn dem Hause David geboren mit Namen Josia; der wird auf dir schlachten die Priester der Höhen, die auf dir opfern, und Menschengebeine wird man auf dir verbrennen.“
(1. Könige 13,1–2 LUT 2017)

Diese Prophetie wurde über ein Jahrhundert lang bewahrt, bis Josia geboren wurde und sie genau erfüllte – wie in 2. Könige 23,16–20 berichtet.

Wir sehen also ein Muster: Gott offenbart zukünftige Ereignisse, seine Propheten schreiben sie nieder – und zur rechten Zeit erfüllen sie sich.


Print this post

In welcher Gruppe befindest du dich?

Wenn der Herr Jesus heute zurückkehren würde, würde jeder Mensch in eine von drei geistlichen „Gruppen“ fallen – Gruppen, die widerspiegeln, wie wir zu Gottes Erlösungsplan stehen. Diese drei Gruppen entsprechen den Lebenswegen von Henoch, Noah und Lot. Zu erkennen, zu welcher Gruppe du gehörst, ist entscheidend, denn deine heutige Antwort auf Gott bestimmt deine Zukunft, wenn Christus wiederkommt.

Viele glauben, dass ein bloßes Bekenntnis zu Jesus ihnen automatisch einen Platz in der Entrückung sichert. Doch die Bibel lehrt, dass nicht alle, die sich zum Namen Christi bekennen, auch mitgenommen werden, wenn Er seine Braut holt (Matthäus 7,21–23). Das sind ernste Wahrheiten, die uns zur echten Nachfolge und Heiligung in diesen letzten Tagen aufrütteln sollen.

1. Die Gruppe Henoch – Die entrückte Gemeinde (die Braut Christi)

Theologischer Hintergrund:
Henoch steht für eine Gruppe von Gläubigen, die so eng mit Gott leben, dass sie ohne den Tod zu sehen direkt in den Himmel aufgenommen werden. Typologisch betrachtet ist Henoch ein Bild für die Gemeinde, die vor der großen Trübsal entrückt wird (1. Thessalonicher 4,16–17).

Hebräer 11,5 (LUT 2017):
„Durch den Glauben wurde Henoch entrückt, dass er den Tod nicht sehe, und er ward nicht mehr gefunden, weil ihn Gott entrückt hatte. Denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, dass er Gott gefallen habe.“

In 1. Mose lesen wir:

1. Mose 5,24 (LUT 2017):
„Und Henoch wandelte mit Gott, und er war nicht mehr da; denn Gott hatte ihn hinweggenommen.“

Henoch lebte in einer gottlosen Zeit, führte aber 300 Jahre lang ein heiliges Leben in enger Gemeinschaft mit Gott.

Heute entspricht diese Gruppe der treuen und wachsamen Gemeinde – jene, die in Gehorsam und inniger Beziehung zu Jesus Christus leben. Sie sind die klugen Jungfrauen aus dem Gleichnis der zehn Jungfrauen (Matthäus 25,1–13). Sie halten ihre Lampen (ihr Leben) mit Öl (dem Heiligen Geist) gefüllt und sind bereit, wenn der Bräutigam kommt.

Offenbarung 3,10 (LUT 2017):
„Weil du das Wort vom standhaften Ausharren auf mich bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, zu versuchen, die auf Erden wohnen.“

Diese Gläubigen haben Anteil an der ersten Auferstehung und werden mit Christus im Tausendjährigen Reich herrschen (Offenbarung 20,6). Ihre ewige Heimat ist das neue Jerusalem (Offenbarung 21,2), und sie werden als Könige und Priester Gottes beschrieben (Offenbarung 1,6).


2. Die Gruppe Noah – Der Überrest Israels, bewahrt durch die Trübsal

Theologischer Hintergrund:
Während Henoch vor dem Gericht entrückt wurde, wurde Noah durch das Gericht hindurch bewahrt. Er ist ein Bild für den gläubigen jüdischen Überrest, der in der großen Trübsal von Gott beschützt wird. Diese Menschen werden nicht entrückt, sondern durch Gottes übernatürlichen Schutz bewahrt.

Gott hat seinen Bund mit Israel nicht vergessen. Paulus schreibt:

Römer 11,25–26 (LUT 2017):
„Ich will euch, liebe Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, so lange, bis die volle Zahl der Heiden eingegangen ist; und so wird ganz Israel gerettet werden …“

In der Offenbarung lesen wir von 144.000 versiegelten Juden – 12.000 aus jedem Stamm Israels –, die von Gott geschützt werden (Offenbarung 7,3–8). Später sieht man sie mit dem Lamm auf dem Berg Zion stehen (Offenbarung 14,1).


Print this post

Was bedeutet „das Gesetz und die Propheten“?

Frage:

Beim Lesen der Bibel begegnet uns häufig der Ausdruck „das Gesetz und die Propheten“. Aber was genau bedeutet diese Redewendung? Zum Beispiel sagt Jesus in:

Matthäus 7,12 (LUT 2017):
„Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn das ist das Gesetz und die Propheten.“

Antwort:
Wenn Jesus von „dem Gesetz und den Propheten“ spricht, verwendet er eine geläufige jüdische Ausdrucksweise, die das gesamte Alte Testament zusammenfasst – also die hebräische Bibel. Diese Redewendung unterteilt die Heiligen Schriften grob in zwei Hauptbereiche:


1. Das Gesetz (Tora):

Dies bezieht sich auf die ersten fünf Bücher der Bibel, auch als Pentateuch oder die Bücher Mose bekannt:

    1. Mose (Genesis)

    1. Mose (Exodus)

    1. Mose (Levitikus)

    1. Mose (Numeri)

    1. Mose (Deuteronomium)

Diese Bücher enthalten die Erzählung der Schöpfung, die Geschichte der Erzväter (Abraham, Isaak, Jakob), den Auszug Israels aus Ägypten sowie die Übergabe des Gesetzes am Berg Sinai. Sie bilden das Fundament für das Verständnis von Gottes Bund mit Israel.


2. Die Propheten (Nevi’im):

Diese Kategorie umfasst sowohl die früheren Propheten (wie Josua, Richter, Samuel, Könige) als auch die späteren Propheten (wie Jesaja, Jeremia, Hesekiel und die zwölf „kleinen Propheten“ von Hosea bis Maleachi).
Sie enthalten historische Berichte, göttliche Warnungen, messianische Verheißungen sowie Aufrufe zur Umkehr und zur Gerechtigkeit.

Zur Zeit Jesu wurde oft auch eine dritte Kategorie genannt: Die Schriften (Ketuvim) – darunter Psalmen, Sprüche, Hiob, Ruth u.a. In der alltäglichen Rede wurden diese manchmal ebenfalls unter „die Propheten“ zusammengefasst.


Theologische Bedeutung:

Als Jesus sagte, „das ist das Gesetz und die Propheten“, brachte er zum Ausdruck, dass sich der gesamte Inhalt des Alten Testaments in einem einzigen Prinzip zusammenfassen lässt: Liebe – eine Liebe, die sich in Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Mitgefühl gegenüber anderen zeigt.

Das entspricht auch einem anderen zentralen Wort Jesu:

Matthäus 22,37–40 (LUT 2017):
„‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.‘ Das ist das höchste und erste Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“

Jesus fasst hier das gesamte moralische und geistliche Gewicht des Alten Testaments in zwei Geboten zusammen: Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten. Diese Gebote sind nicht neu, sondern haben ihren Ursprung direkt in der Tora – siehe:

5. Mose 6,5 (LUT 2017):
„Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.“

3. Mose 19,18 (LUT 2017):
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“


Bedeutung für Gläubige heute:

Auch als Gläubige des Neuen Bundes bleibt das Prinzip der Liebe das Fundament unseres Glaubens. Der Apostel Paulus betont dies deutlich:

Römer 13,10 (LUT 2017):
„Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.“

Und auch im bekannten „Lied der Liebe“ macht Paulus klar:

1. Korinther 13,1–3 (LUT 2017):
„Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.
Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen, und hätte die Liebe nicht, so wäre es mir nichts nütze.“

Ohne Liebe sind wir – ganz gleich, wie begabt oder fromm wir scheinen – geistlich leer.


Shalom.

Print this post

Ist der COVID-19-Impfstoff das Malzeichen des Tieres?

 


Ist der COVID-19-Impfstoff das Malzeichen des Tieres?

Eine biblisch-theologische Betrachtung

Seien Sie herzlich gegrüßt im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus. Willkommen zu dieser Bibelbetrachtung.

Heute gehen wir einer Frage nach, die sowohl Christen als auch Nichtchristen weltweit bewegt und verunsichert:
Ist der COVID-19-Impfstoff das Malzeichen des Tieres?

Um diese Frage verantwortungsvoll zu beantworten, müssen wir zunächst klären, was die Bibel tatsächlich über das Malzeichen des Tieres lehrt — über seine Bedeutung, seinen Zweck und den Zeitpunkt seines Auftretens.


Was ist das Malzeichen des Tieres?

In Offenbarung 13 heißt es:

Offenbarung 13,16–17)

„Und es bewirkt, dass allen — den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Sklaven — ein Malzeichen gegeben wird an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn,
sodass niemand kaufen oder verkaufen kann, es sei denn, er hat das Malzeichen, nämlich den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.“

Das Malzeichen ist ein Zeichen der Zugehörigkeit und Loyalität gegenüber dem Antichristen, der während der Großen Drangsal auftreten wird. Es handelt sich dabei nicht um ein zufälliges oder heimliches Zeichen, sondern um eine bewusste und willentliche Entscheidung, Gott abzulehnen und das Tier anzubeten.

Das Malzeichen folgt auf bewusste Rebellion

In der biblischen Theologie steht ein „Zeichen“ häufig für die geistliche Zugehörigkeit eines Menschen. So lesen wir zum Beispiel:

In Hesekiel 9,4 befiehlt Gott, ein Zeichen auf die Stirn derer zu setzen, die über die Sünde trauern — als Ausdruck göttlichen Schutzes.

Demgegenüber steht das Malzeichen des Tieres als Ausdruck offener Rebellion gegen Gott und der Annahme eines satanischen Gegenreiches.

Wichtig ist dabei: Das Malzeichen wird nicht vor der Entscheidung für das Böse gegeben, sondern erst nachdem ein Mensch sich bewusst dem System Satans angeschlossen hat. Es ist das Siegel endgültiger Loyalität — ähnlich wie Gott die Seinen mit dem Heiligen Geist versiegelt:

Epheser 1,13

„In ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung.“

So wie der Heilige Geist Gottes Siegel auf seinem Volk ist, stellt das Malzeichen des Tieres das nachgeahmte, falsche Siegel Satans auf denen dar, die ihm gehören.

Ist der COVID-19-Impfstoff das Malzeichen?

Nein. Der COVID-19-Impfstoff ist nicht das Malzeichen des Tieres.

Das Malzeichen ist untrennbar mit der Anbetung des Tieres verbunden (vgl. Offenbarung 14,9–11).

Der Impfstoff wurde weder als religiöser Akt eingeführt noch verlangte er die Verleugnung Christi oder die Anbetung Satans.

Viele aufrichtige Christen, die Gott lieben, haben sich aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund staatlicher Vorgaben impfen lassen — nicht aus Loyalität zum Antichristen.

Biblische Merkmale des Malzeichens

(die auf den Impfstoff nicht zutreffen)

Es wird weltweit eingeführt und direkt vom Antichristen angeordnet werden (Offenbarung 13,7–8).

Es ist unmittelbar mit der Anbetung des Tieres verknüpft (Offenbarung 14,9).

Ohne dieses Zeichen wird wirtschaftliche Teilhabe unmöglich sein (Offenbarung 13,17).

Es erscheint erst nach der Entrückung der Gemeinde (2. Thessalonicher 2,6–8).

Dennoch: Der Impfstoff als Vorzeichen

Auch wenn der COVID-19-Impfstoff nicht das Malzeichen ist, kann er als Vorgeschmack oder Vorbild dessen verstanden werden, was noch kommen wird.

So wie die Sintflut zur Zeit Noahs ein historisches Ereignis war und zugleich ein Hinweis auf das kommende Gericht (vgl. 2. Petrus 3,6–7), hat die COVID-19-Pandemie gezeigt, wie schnell Regierungen, Wirtschaftssysteme und Gesellschaften weltweit koordiniert handeln und verpflichtende Maßnahmen durchsetzen können.

Während dieser Zeit:

wurden Menschen ohne entsprechenden Nachweis vom Reisen, von Bildung oder von Arbeitsplätzen ausgeschlossen,

entstanden digitale Kontroll- und Verifizierungssysteme.

All dies macht deutlich, wie leicht ein zukünftiger Weltherrscher — der Antichrist — ein System etablieren könnte, das den Zugang zu grundlegenden Lebensbereichen kontrolliert, ganz wie es die Heilige Schrift voraussagt.

Matthäus 24,37

„Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird es sein bei der Wiederkunft des Menschensohnes.“

In diesem Sinne könnte man sagen:

„Wie es in den Tagen der Impf- und Zugangsnachweise war, so wird es in den Tagen des Malzeichens des Tieres sein.“

Was bedeutet das für uns heute?

Die Bibel ruft uns nicht zur Angst auf, sondern zur geistlichen Wachsamkeit:

(2. Thessalonicher 2,3)

„Lasst euch von niemandem verführen! Denn jener Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall kommt und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbart wird …“

Jetzt ist die Zeit, sicherzustellen, dass wir zu Christus gehören und nicht zu dieser Welt. Die Schrift ruft uns dazu auf:

von unseren Sünden umzukehren (Apostelgeschichte 3,19),

an Jesus Christus als Herrn und Erlöser zu glauben (Römer 10,9),

uns taufen zu lassen (Apostelgeschichte 2,38),

ein heiliges Leben in der Kraft des Heiligen Geistes zu führen (Galater 5,16–25),

die Zeichen der Zeit geistlich zu erkennen (Matthäus 24,33).

Schlusswort

Der COVID-19-Impfstoff ist nicht das Malzeichen des Tieres.
Doch er hat verdeutlicht, wie die Welt auf eine Form globaler Kontrolle vorbereitet werden kann, wie sie der Antichrist eines Tages ausüben wird. Gerade deshalb ist geistliche Wachsamkeit heute wichtiger denn je.

Anstatt uns von Furcht und Spekulation leiten zu lassen, sollen wir unseren Blick auf Christus richten, in der Gewissheit unserer Erlösung leben und das Evangelium mit Dringlichkeit weitergeben. Denn alle, die zu Jesus gehören, sind mit dem Heiligen Geist versiegelt und werden vor dem kommenden Zorn bewahrt (1. Thessalonicher 1,10).

 

Print this post

ALS IHRE HERZEN NACH ÄGYPTEN ZURÜCKKEHRTEN

 


ALS IHRE HERZEN NACH ÄGYPTEN ZURÜCKKEHRTEN

Gepriesen sei der Name unseres Erlösers Jesus!

Willkommen, lasst uns die Heilige Schrift studieren – das Wort Gottes, das Licht auf unseren Wegen und eine Lampe für unsere Füße ist (Psalm 119,105).

Die Reise der Kinder Israels ist für uns eine wertvolle Lehre. Wir, die wir aus der Welt aufbrechen und unser Kanaan – also den Himmel – erreichen wollen, können aus ihrem Weg lernen. Wer genau hinsieht, versteht, welche Vorsicht wir auf unserem Weg ins Himmlische walten lassen müssen.

Die Bibel sagt, dass die Kinder Israels mächtig aus Ägypten geführt wurden. Doch in der Wüste, auf dem Weg nach Kanaan, stießen sie auf Schwierigkeiten. Diese Herausforderungen führten dazu, dass sie Gott murrten und sogar wünschten, wieder nach Ägypten zurückzukehren.

Numeri 14,3–4:
„Warum bringt uns der Herr in dieses Land, um durch das Schwert zu fallen? Wäre es nicht besser, wenn wir nach Ägypten zurückkehrten? … Sie sprachen zueinander: ‚Lasst uns einen Anführer wählen und nach Ägypten zurückkehren!‘“

 

Numeri 11,4–6:
„Dann ergriff das Volk ein Verlangen nach Fleisch. Die Kinder Israels weinten erneut: ‚Wer gibt uns Fleisch zu essen? Wir denken an die Fische, Gurken, Melonen, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch, die wir in Ägypten umsonst gegessen haben. Doch jetzt ist unsere Seele ausgetrocknet; außer diesem Manna haben wir nichts zu hoffen.‘“

Die Schrift zeigt uns: Durch ihr Murren und ihre Sehnsucht nach Ägypten waren sie innerlich schon zurückgekehrt, obwohl sie körperlich noch in der Wüste waren.

 

Apostelgeschichte 7,39–40:
„Diesen Menschen wollten unsere Väter nicht gehorchen, sondern stießen sie von sich; und in ihren Herzen kehrten sie nach Ägypten zurück und sprachen zu Aaron: ‚Mach uns Götter, die uns vorausgehen; von Mose, der uns aus Ägypten geführt hat, wissen wir nicht, was ihm widerfahren ist.‘“

Deshalb erreichte keiner von denen, die murrten oder nach Ägypten zurücksehnten, das Land Kanaan. Sie starben alle in der Wüste. Warum? Weil sie körperlich Ägypten verlassen hatten, ihr Herz aber noch dort war. Die innere Absicht spricht lauter als das äußere Handeln, und so gingen sie zugrunde, bevor sie ihr Ziel erreichten.

Ein weiteres Beispiel ist die Frau Lots: „Gedenkt jener Frau“ (Lukas 17,32).

Die Frau Lots hatte die Reise aus Sodom begonnen und war gerettet. Sie hatte alles hinter sich gelassen und hätte in Frieden aufbrechen können, ähnlich wie die Kinder Israels aus Ägypten. Doch die Bibel sagt: Als sie weiterging, drehte sie sich um!

Das zeigt, dass ihre Gedanken, Wünsche und Begierden sie wieder nach Sodom zurückzogen. Vielleicht begann sie, Lot und Gott zu beklagen: „Warum verlassen wir diesen schönen Ort, um an einen schlechten zu gehen?“ Allein durch diesen inneren Wunsch erschien sie vor Gott als würdig derselben Strafe wie die Bewohner Sodoms, obwohl ihr Körper längst Sodom verlassen hatte. So wurde sie zur Salzsäule.

Sie war körperlich gerettet, ihr Herz aber noch in Sodom. Das zeigt uns: Das Herz des Menschen ist mächtiger als alles Äußere. Wer innerlich nicht loslässt, verliert selbst nach äußerlicher Rettung.

Diese Geschichten über die Kinder Israels und die Frau Lots sind nicht nur zum Unterhalten oder Traurigsein geschrieben, sondern zur Lehre für uns. Sie sollen uns helfen, ihre Fehler nicht zu wiederholen.

1. Korinther 10,6–12:
„Diese Dinge sind uns zur Warnung geschehen, damit wir nicht nach böser Begierde trachten wie sie. Wer meint, er stehe, sehe zu, dass er nicht fällt.“

Liebe Geschwister, bedenkt: Wenn ihr gerettet werdet, beginnt ihr eure Reise aus Ägypten oder Sodom. Diese Welt ist wie Ägypten und Sodom (Offenbarung 11,8). Wir müssen wirklich aus Ägypten herauskommen – mit Körper und Herz.

Wenn wir Jesus anerkennen, müssen wir die Welt körperlich und geistlich ablehnen. Wir müssen Trunkenheit, Unzucht, Zorn und Hass aufgeben – im Körper wie im Herzen – wie der Herr sagt:

Matthäus 5,27–28:
„Ihr habt gehört: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch begangen.“

Wer nur äußerlich sagt, er sündigt nicht, aber innerlich Begierden nährt, dessen Herz bleibt in Ägypten, auch wenn der Körper schon draußen ist. Wahre Rettung geschieht, wenn Herz und Leben verändert werden.

Der Herr helfe uns, wirklich gerettet zu werden – aus Ägypten und Sodom, körperlich und geistlich.

Maranatha!

Bitte teilt diese frohe Botschaft mit anderen.

 

Print this post

WER HAT DAS KREUZ JESU GETRAGEN?

 


WER HAT DAS KREUZ JESU GETRAGEN?

Ich grüße dich im mächtigen Namen unseres Herrn Jesus Christus. Heute ist wieder ein Tag, an dem uns die Gnade geschenkt wurde, aufzuwachen und Gottes Wort zu hören. Deshalb sollten wir diese Gelegenheit nutzen, um zu lernen, was er uns sagen möchte.

Wenn wir hier auf der Erde leben, müssen wir wissen, dass es ein Königreich gibt, das Jesus für uns im Himmel vorbereitet hat. Doch leider wird dieses Königreich nicht allen gehören. Nur diejenigen, die die Gnade empfangen, hineinzukommen, werden wirklich Teil davon sein. Andere werden nur eingeladen sein, aber sie werden nicht Könige und Priester sein, sondern nur die Braut Christi. Die Brüder des Königs werden diejenigen sein, die später im Königreich regieren. Siehe Matthäus 22,1–13.

Jesus sagte, dass diejenigen, die „bei ihm in seinen Prüfungen ausgeharrt haben“, dabei sein werden:

Lukas 22,28–29
„Ihr aber habt bei mir in meinen Prüfungen ausgeharrt.
Und ich setze euch ein Reich ein, wie mich mein Vater eingesetzt hat.“

Damit meint er diejenigen, die von seiner Geburt an, während seines Dienstes und bis zu seinem Tod bei ihm geblieben sind – Maria, die Apostel und einige andere, die Jesus überall hin gefolgt sind, wie Matthäus. Und auch wir, die wir heute leben, haben die Chance, wie sie daran teilzunehmen.

Heute möchte ich über eine besondere Person sprechen, die an den Prüfungen Jesu teilgenommen hat – und durch die wir lernen können, wie auch wir einen Platz in diesem Königreich erlangen können. Diese Person ist Simon von Kyrene.

Als Jesus kurz vor seiner Kreuzigung stand, war er schwer gezeichnet: geschlagen, mit Speichel übergossen, geohrfeigt, die Dornenkrone aufgesetzt – sein Zustand war miserabel. Die Bibel sagt, er sah schlimmer aus als jeder andere Mensch auf der Welt (Jesaja 52,14).

Doch das reichte den Soldaten nicht. Sie legten ihm das Kreuz auf, damit er es nach Golgatha trug. Jesus konnte kaum noch Schritte machen; seine Kraft reichte nicht, das Kreuz zu tragen. Vielleicht schlugen die Soldaten ihn wie einen Esel, um ihn anzutreiben, aber er konnte sich kaum bewegen – so erschöpft war er.

Schließlich entschieden die Soldaten, jemanden anderen zu suchen, der das Kreuz tragen konnte. Sie blickten in die Menge, aber niemand war stark genug, es zu heben. Viele waren nur Zuschauer, andere klagten oder weinten – aber niemand half Jesus.

Doch dann gab es einen Mann vom Feld: Simon von Kyrene. Er wusste nichts von der Kreuzigung, aber die Soldaten zwangen ihn, das schwere Kreuz zu tragen.

Lukas 23,26
„Als sie ihn wegführten, ergriffen sie einen Mann, Simon von Kyrene, vom Feld kommend, und legten ihm das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus her trage.
Eine große Volksmenge folgte ihm, und Frauen beklagten und wehklagten über ihn.“

Warum gerade dieser Mann vom Feld? Weil die Soldaten sahen, dass er ein starker Arbeiter war, gewöhnt an harte körperliche Arbeit. Er konnte die Last tragen und Jesus so den langen Weg nach Golgatha erleichtern.

Und wie fühlte Jesus sich dabei? In seinem Herzen sah er das Mitgefühl und die Hilfe dieses Mannes. Jeder Tropfen Schweiß, den Simon beim Aufstieg trug, war ein Ausdruck seiner Hingabe. Wenn selbst der Dieb am Kreuz nur durch ein Gebet ins Paradies kam, wie viel mehr sollte Simon, der aktiv an den Prüfungen Jesu teilnahm, Teil des himmlischen Königreichs sein?

Markus 15,21
„Sie zwangen einen Vorübergehenden, Simon von Kyrene, den Vater von Alexander und Rufus, vom Feld kommend, das Kreuz zu tragen.
Sie führten ihn zur Stätte Golgatha, das heißt Schädelstätte.“

Was lernen wir daraus?

Gott kann uns sein Kreuz nur geben, wenn wir bereit sind, vom Feld zu sein – Menschen, die an Gottes Werk gewöhnt sind, die aktiv dienen und nicht nur zuhören. Ein Feldmensch zu sein bedeutet, Gottes Wort zu leben, nicht nur zu hören oder zu lesen.

Ein Feldmensch zu sein heißt, sich für Christus einzusetzen, egal wie klein die Aufgabe ist, gemäß der Gaben, die Gott in uns gelegt hat. Es bedeutet, ein Leben der Heiligung zu führen, zu beten, zu fasten und die Gute Nachricht zu verkünden (1. Timotheus 4,7–8).

Wenn wir so leben, wird der Herr uns die Gnade geben, sein Kreuz zu tragen. Und der Lohn ist groß: Wir werden ein Teil des himmlischen Königreichs, das er für seine Heiligen vorbereitet hat. Dieses Königreich ist nur für diejenigen, die auf Erden an seinem Leid teilgenommen haben.

Deshalb lasst uns von heute an geistlich stark sein, mutig wie Simon von Kyrene, und nicht schwach oder passiv. Wir sollen nicht nur Zuhörer sein, sondern aktiv tun, was Gott von uns erwartet. Jeden Tag sollten wir nach seinem Willen fragen und ihn erfüllen.

Möge der Herr dich segnen und dich auf deinem Weg des Heils reichlich führen.

Schalom!

Teile diese gute Nachricht auch mit anderen.


 

Print this post