Title 2021

Mit welchen großen Buchstaben habe ich euch mit meiner eigenen Hand geschrieben?

FRAGE:
Was meinte der Apostel Paulus, als er sagte:
„Seht, mit welchen großen Buchstaben ich euch mit meiner eigenen Hand geschrieben habe“?

ANTWORT:
Um das zu verstehen, müssen wir kurz den Hintergrund des Galaterbriefes betrachten. Dieses Schreiben richtete Paulus an die Christen in Galatien, eine Gemeinde, die er selbst für Christus gegründet hatte.

Paulus war zu einem früheren Zeitpunkt von ihnen weggegangen. Doch von weitem erfuhr er, dass viele Galater ihren ursprünglichen Glauben an die Gnade und Freiheit in Christus verlassen hatten. Stattdessen nahmen sie wieder jüdische Gesetzesforderungen an, besonders die Beschneidung, und lebten nach anderen religiösen Vorschriften, die dem Evangelium widersprachen.

Paulus war darüber tief besorgt. Deshalb schrieb er ihnen diesen Brief — nicht nur als theologisches Lehrstück, sondern als leidenschaftliche Warnung. Er fragte sogar: Wer hat euch so verwirrt?

„O ihr unverständigen Galater, wer hat euch bezaubert, der ihr Christus Jesus, den Gekreuzigten, vor Augen gesetzt worden seid?“ (Gal 3,1 LUT)

Die Galater hatten den Heiligen Geist empfangen und waren auf dem richtigen Weg. Doch nun kehrten sie zu alten jüdischen Praktiken zurück und hielten mancherlei Vorschriften, die Paulus klar ablehnte.

Am Ende des Briefes, nach vielen leidenschaftlichen Ermahnungen, kommt Paulus zu seinem Schlusswort:

„Seht, mit welchen großen Buchstaben ich euch mit meiner eigenen Hand geschrieben habe!“ (Gal 6,11 LUT)

Warum schreibt Paulus das?

In der damaligen Zeit diktierte Paulus seine Briefe oft einem Sekretär oder Schreiber. Hier jedoch nahm er selbst den Stift in die Hand und schrieb den Schlussteil eigenhändig. Durch das größere und betonte Schreiben wollte er zeigen:

Dass ihm das, was er sagt, außerordentlich wichtig ist.
Dass dies kein gewöhnlich diktiertes Schreiben ist, sondern eine persönliche, dringende Botschaft an die Galater.
Dass die Warnung vor einem anderen Evangelium nicht leicht genommen werden darf.

Paulus betont, dass das Evangelium nicht durch äußere religiöse Regeln gilt, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus und die neue Schöpfung in ihm (Gal 6,15).

Was bedeutet das für uns heute?

Paulus’ Warnung gilt nicht nur den Galatern damals, sondern hat auch heute Relevanz:

 Wenn Menschen besondere Tage, Rituale oder Regeln höher bewerten als das Evangelium selbst, lenkt das ab vom Kern der Botschaft.
 Die Bibel sagt, dass unser wahrer „Siegel der Heiligkeit“ der Heilige Geist ist (z. B. Epheser 4,30 in der Lutherbibel: „Und seid des Heiligen Geistes dienlich, durch welchen ihr versiegelt seid…“ – übersetzt sinngemäß).
 Wenn jemand behauptet, bestimmte Speisen seien unrein oder notwendig für Gott, dann ist das laut Paulus eine Rückkehr zu einem anderen Evangelium.

Darum:
Wir sind sicher, wenn wir uns an den Wortlaut und Sinn der Schrift halten — unabhängig davon, was einzelne Gemeinschaften oder Traditionen lehren.

 

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Drei zentrale Merkmale von Predigern, die abgefallen sind und Gottes Auftrag verlassen haben

 

Jeder Prediger oder Diener Gottes, der sich abwendet und seine göttliche Berufung vergisst, wird zu einem falschen Propheten. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass die Bibel mit dem Begriff falscher Prophet nicht nur jemanden meint, der vorgibt, prophetische Gaben zu haben. Der Begriff ist weiter gefasst und schließt falsche Lehrer, falsche Pastoren, falsche Apostel, falsche Evangelisten und sogar falsche Lobpreisleiter mit ein. Nach der Heiligen Schrift gelten all diese als falsche Propheten.

Heute wollen wir die drei wichtigsten Merkmale von Predigern betrachten, die vom Glauben abgefallen sind. Wenn wir diese Eigenschaften erkennen, können wir uns vor ihrer Verführung und vor geistlichem Schaden schützen.


1. Sie predigen nicht über die letzten Tage – und lieben dieses Thema nicht

Das erste Kennzeichen ist, dass solche Prediger die Endzeit meiden. Sie warnen nicht und betonen nicht, dass wir in den letzten Tagen leben. Doch die Bibel fordert die Gläubigen auf, wachsam und bereit zu sein, denn die Wiederkunft Christi ist nahe und unvorhersehbar (Matthäus 24,44):

„Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.“


2. Sie greifen Diener an, die über die letzten Tage predigen

Das zweite Merkmal ist, dass sie treue Diener Gottes kritisieren oder bekämpfen, die mutig über die Wiederkunft Christi predigen. Anstatt zur Wachsamkeit aufzurufen, wiegeln sie ab und sagen Dinge wie: „Jesus kommt nicht so bald“ oder „Lebt euer Leben ganz normal weiter.“ Diese Haltung ist ein klares Warnsignal dafür, dass sie sich von der Wahrheit Gottes entfernt haben (2. Timotheus 3,13):

„Mit den bösen Menschen aber und den Verführern wird es immer schlimmer werden: Sie verführen und werden verführt.“


3. Sie lieben Vergnügen und weltlichen Komfort

Das dritte Kennzeichen ist ihre Liebe zu Luxus und weltlichen Vergnügungen – offen oder verborgen. Solche Diener stellen materiellen Gewinn, Ansehen und Popularität über das geistliche Wohl der Herde. Ihre Botschaften drehen sich um irdischen Erfolg – reich werden, Häuser, Autos oder Ehepartner – statt um Heiligkeit und die Bereitschaft für die Wiederkunft Christi. Damit erfüllen sie die Warnung des Paulus über Menschen, die „eine äußere Form von Frömmigkeit haben, deren Kraft aber verleugnen“ (2. Timotheus 3,4–5):

„… die mehr lieben die Lust als Gott; sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie. Solche Menschen meide!“


Das Gleichnis von den treuen und untreuen Knechten

(Matthäus 24,45–51)

Jesus gab seinen Jüngern ein klares Beispiel für solche untreuen Diener:

„Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über sein Gesinde gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit die Speise gebe? Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, solches tun sieht. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.
Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr kommt noch lange nicht, und fängt an, seine Mitknechte zu schlagen, isst und trinkt mit den Betrunkenen, dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tag, da er’s nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Platz bei den Heuchlern geben; da wird Heulen und Zähneklappern sein.“

In diesem Gleichnis steht der „Herr“ für Christus, der seinen Knechten – den Dienern und Leitern – die Verantwortung für seinen „Hausstand“, die Gemeinde, anvertraut hat. Der treue Knecht versorgt den Hausstand gewissenhaft mit geistlicher Nahrung und bleibt wachsam, weil er weiß, dass die Wiederkunft seines Herrn nahe ist.

Der untreue Knecht hingegen wird nachlässig, überheblich und selbstsüchtig. Er meint, die Wiederkunft des Herrn verzögere sich, misshandelt andere Knechte (treue Mitarbeiter) und gibt sich weltlichen Vergnügungen hin. Sein Gericht ist hart, weil er doppelzüngig lebt: Er gibt vor, Gott zu dienen, dient aber in Wahrheit seinen eigenen Begierden.


Anwendung und Warnung

Wenn du einen Prediger oder Leiter siehst,

  • der die Lehre von der nahen Wiederkunft Christi ignoriert oder ablehnt,

  • der treue Diener angreift oder verachtet, die zur Wachsamkeit aufrufen,

  • der Luxus und weltliche Vergnügungen mehr liebt als Gottesfurcht,

dann sei auf der Hut! Ein solcher Mensch ist von seiner Berufung abgefallen und befindet sich auf einem Weg des Verderbens. Jesus hat gewarnt, dass seine Wiederkunft plötzlich und unerwartet sein wird – und dass die Unvorbereiteten dem Gericht begegnen werden.

Dies ist ein Aufruf an alle Gläubigen, sowohl ihre Leiter als auch sich selbst zu prüfen. Warten wir als Diener und Nachfolger treu auf die Wiederkunft Christi? Leben wir heilig, nüchtern und bereit? (1. Petrus 4,7):

„Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.“


Die Zeit, in der wir leben

Wir leben in gefährlichen Zeiten, wie es die Schrift beschreibt (2. Timotheus 3,1–5; Lukas 21,11). Zeichen wie weltweite Krankheiten, moralischer Verfall und geopolitische Entwicklungen – etwa die Wiederherstellung Israels als Nation – weisen darauf hin, dass wir der Erfüllung biblischer Prophetie näherkommen.


Aufruf zur Buße und zum Heil

Wenn du Jesus Christus noch nicht als deinen Herrn und Retter angenommen hast, dann ist jetzt die Zeit. Kehre um von aller Sünde, wende dich von weltlichen Begierden ab und folge Jesus mit ganzem Herzen (Apostelgeschichte 2,38):

„Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“

Wenn du im Glauben wandelst, wird der Heilige Geist seine Gegenwart bestätigen, indem er dir Frieden, Freude und die Kraft schenkt, die Welt zu überwinden (Johannes 16,13–14).

Der Herr segne dich und bewahre dich in seiner Wahrheit.

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Was ist ein „Gidamu“ und warum sagte Johannes der Täufer, er sei nicht würdig, die Sandalen von Jesus auszuziehen?

Was ist ein „Gidamu“?

Ein „Gidamu“ bezeichnet die Riemen oder Schnüre, mit denen in der Antike Sandalen befestigt wurden. Im Unterschied zu modernen Schuhen, in die der Fuß einfach hineingleitet, wurden Sandalen damals mit Riemen am Fuß und um den Knöchel geschnürt. Diese Riemen, auch Sandalenriemen oder Schnürriemen, sorgten dafür, dass die Sandalen überhaupt getragen werden konnten und sicher saßen.

Der Ausdruck „Gidamu“ findet sich in mehreren Bibelstellen, in denen Johannes der Täufer über den kommenden Messias spricht:

Markus 1,7 (Einheitsübersetzung):

„…Der aber nach mir kommt, ist stärker als ich; und ich bin es nicht wert, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.“

Lukas 3,16 (Einheitsübersetzung):

„…Es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“

Matthäus 3,11 (Einheitsübersetzung):

„…Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Sandalen auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“


Warum sagte Johannes, er sei nicht würdig?

Der historische und kulturelle Hintergrund

In der Antike hielten Riemen oder Schnüre Sandalen fest am Fuß. Das Binden oder Lösen dieser Riemen galt als eine äußerst niedrige, demütige Aufgabe. In jüdischen Gesellschaften übernahmen normalerweise Diener oder Sklaven solche Arbeiten – besonders Sklaven, die nicht jüdischer Herkunft waren. Für einen jüdischen Mann galt diese Tätigkeit als erniedrigend und unter seiner Würde.

In diesem kulturellen Kontext war also das „Lösen der Sandalen“ ein Symbol für eine sehr einfache und niedrige Dienstleistung.


Johannes’ demütige Aussage

Als Johannes der Täufer sagte, er sei nicht würdig, die Sandalen von Jesus zu lösen, wollte er damit nicht nur äußere Demut zeigen. Er brachte damit zum Ausdruck, dass die Würde, das Amt und die Heiligkeit Jesu Christi so weit über seinem eigenen stand, dass selbst die einfachste dienende Arbeit nicht „würdig genug“ wäre, um sie für Jesus zu tun.

Er erkannte damit öffentlich an:

  • dass Jesus der Stärkere und Überlegene ist,
  • dass Jesus der Messias und Sohn Gottes ist, und
  • dass Johannes selbst nur ein Diener und Vorbereiter war.

Durch diesen Vergleich unterstrich Johannes seine völlige Unterordnung und Ehrfurcht vor Jesus – ein Ausdruck tiefster Demut.


Biblische Bedeutung von Johannes’ Demut

Johannes spricht davon, dass er selbst für die geringste Dienstleistung zu unwürdig sei, wenn es um Jesus geht. Das zeigt nicht nur seine persönliche Bescheidenheit, sondern auch seine Einsicht in die überragende Heiligkeit und göttliche Autorität Jesu.

Jesus selbst würdigte Johannes sehr hoch, als er sagte: „…unter denen, die von Frauen geboren sind, ist keiner größer als Johannes der Täufer.“ (vgl. Matthäus 11,11 – Einheitsübersetzung) .

Doch gerade diese hohe Stellung machte Johannes’ Demut umso eindrucksvoller: Er sah seine Aufgabe darin, den Weg zu Jesus vorzubereiten, nicht sich selbst zu erhöhen.


Anwendung für unser Leben

Johannes der Täufer stellt uns eine wichtige Frage: Wie demütig und bereit sind wir, zu dienen?

In der Nachfolge Christi zählt nicht, wie groß unsere Aufgabe ist, sondern mit welcher Haltung wir sie tun. Ob wir in der Gemeinde putzen, einem Nachbarn helfen oder anderen in großer Verantwortlichkeit dienen – alles wird wertvoll, wenn es mit einem demütigen Herz geschieht.

Jesus selbst gab das beste Beispiel: Er wusch seinen Jüngern die Füße – eine Aufgabe, die damals Dienern vorbehalten war – und zeigte damit, dass wahre Größe im Dienen liegt (vgl. Johannes 13,14–15).

Wenn wir erkennen, wie groß und heilig Jesus ist, sollte uns dies nicht klein machen – sondern unsere Demut vertiefen und uns motivieren, Ihm und anderen voller Ehrfurcht zu dienen.


Fazit

Johannes der Täufer sagte, er sei nicht würdig, die Sandalen von Jesus zu lösen, um die unermessliche Größe, Heiligkeit und Würde Jesu zu betonen und gleichzeitig die tiefe Demut seines eigenen Herzens auszudrücken. Dieses Wort dient uns heute als Ansporn, Jesus zu ehren und in echter Demut zu dienen, wo immer Gott uns gebraucht.


 

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Wird ganz Israel laut Römer 11,26 gerettet?

Antwort: Schauen wir uns die Schrift sorgfältig an.

Römer 11,25–26:
„Denn ich will euch, Brüder, dieses Geheimnis nicht vorenthalten: … dass Verstockung zum Teil über Israel gekommen ist, bis die Fülle der Heiden eingegangen ist. Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht:
›Es wird aus Zion der Erlöser kommen und der Gottlosigkeit von Jakob abwenden.‹“

Auf den ersten Blick scheint dieser Vers zu versprechen, dass am Ende alle Israeliten gerettet werden. Paulus spricht hier von einer Zeit, in der das Evangelium nach dem Eintritt der Vollzahl der Heiden wieder in besonderer Weise zu Israel zurückkehrt. Zu diesem zukünftigen Zeitpunkt werden Gottes Zeugen in Israel gepredigt haben, sodass viele Israeliten Jesus als den Messias erkennen.


Aber heißt das, jeder einzelne ethnische Israelit wird gerettet?

Kurz gesagt: Nein.

Paulus macht deutlich, dass Abstammung allein keine Rettung garantiert:

Römer 9,6–8:
„Es ist aber keineswegs so, dass Gottes Wort hinfällig geworden ist; denn nicht alle, die aus Israel sind, sind auch wirklich Israel. Auch sind nicht alle, weil sie Abrahams Nachkommen sind, schon Kinder, sondern: ›Nur in Isaak wird dir eine Nachkommenschaft genannt werden‹. Das heißt: Nicht die Kinder des Fleisches sind Kinder Gottes, sondern nur die Kinder der Verheißung werden als Nachkommenschaft gerechnet.«

Paulus betont hier, dass nicht die bloße ethnische Abstammung über Rettung entscheidet, sondern dass der Glaube zählt – so wie Isaak der Sohn der Verheißung war, nicht einfach der Nachkomme nach dem Fleisch.


Auf wen bezieht sich dann „ganz Israel“?

Die Formulierung „ganz Israel wird gerettet werden“ meint alle echten Gläubigen innerhalb Israels – das geistliche Israel, also diejenigen, deren Herz durch Gottes Gnade zum Glauben gekommen ist.

Paulus unterscheidet hier zwischen bloßer Abstammung und geistlicher Zugehörigkeit. Nur wer durch Glauben Anteil an Gottes Verheißung nimmt, ist Teil des geistlichen Israels.

Das bedeutet:

„Ganz Israel“ umfasst nicht jeden ethnischen Juden, sondern alle wahren Gläubigen innerhalb Israels, die Jesus als den Messias annehmen.


Wesentliche theologische Aussagen des Textes:

  • Rettung geschieht durch Glauben, nicht durch Abstammung oder Ethnie.
    Die alleinige Herkunft von Israel reicht nicht aus, um gerettet zu werden.

  • Gottes Verheißungen sind sicher, aber geistliches Israel besteht aus denen, die Glauben haben.

  • Ein Teilverstockung Israels hat stattgefunden, bis die Vollzahl der Heiden ins Heil kommt – erst danach wird Gottes Erwählung in besonderer Weise wieder zu Israel wirken.

  • Wahrer Glaube zeigt sich in Buße und im Annehmen von Jesus als dem Messias.

  • Es gibt auch falsche Israeliten und falsche Gläubige, die ohne echte Umkehr nicht das ewige Leben erben.


Bist du ein wahrer Christ oder ein bloßer Namenschrist?

Diese Lehre fordert jeden Gläubigen heraus, sich selbst zu prüfen:

Wahre Christen:

  • Verzichten auf die Welt und folgen Jesus täglich, indem sie ihr Kreuz auf sich nehmen (Lukas 9,23).
  • Leben im Gehorsam gegenüber Gottes Geboten.
  • Wandeln in Buße und gelebtem Glauben.

Nominalchristen dagegen können den Namen „Christ“ tragen, aber keine Frucht echten Glaubens hervorbringen – und das alleinige Bekenntnis reicht nicht zur Rettung aus.


Fazit:

  • Römer 11,26 verheißt eine große Rettung für „ganz Israel“, aber im biblischen Sinn bedeutet das alle wahren Gläubigen unter Israel.

  • Nicht jeder ethnische Israelit wird gerettet, genauso wenig wie jeder, der sich Christ nennt, wirklich gerettet ist.

  • Rettung kommt allein durch Glauben, Gnade und echte Umkehr.

Möge Gott uns allen helfen, echte Nachfolger Christi zu sein – im Glauben und im Gehorsam!

Maranatha

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Was Bedeutet es, Laut der Bibel Geizig zu Sein?

Was Bedeutet es, Laut der Bibel Geizig zu Sein?

Ein Geizhals ist jemand, dem Mitgefühl und Menschlichkeit fehlen. Solch eine Person ist egoistisch, gefühllos und nur auf sich selbst bedacht. Oft verbirgt ein Geizhals Wut und Hinterlist und zeigt keine echte Liebe gegenüber anderen.

Die Bibel nennt uns Beispiele für Menschen mit solchen Eigenschaften:

  • Nabal in 1. Samuel 25: Trotz der Freundlichkeit, die David und seine Männer ihm erwiesen, weigerte sich Nabal, auch nur grundlegende Gastfreundschaft wie Essen und Trinken zu gewähren. Sein Egoismus und seine Härte führten zu schweren Konsequenzen.

  • Der reiche Mann in Lukas 16: Der Mann lebte ein luxuriöses und selbstbezogenes Leben, starb aber in seiner Sünde und endete in Qual und Verderben.

Der Begriff „Geizhals“ und die dazugehörigen Charakterzüge treten auch deutlich in Jesaja 32,5‑8 hervor. In der Einheitsübersetzung lautet es:

„Der Dummkopf wird nicht mehr edel genannt, / und der Schurke wird nicht mehr für vornehm gehalten. / … Denn der Dummkopf redet Dummes, / und sein Herz tut Unheil, / um Ruchloses zu tun / und Lästerliches über den HERRN zu reden: Er lässt die Kehle des Hungrigen leer ausgehen / und dem Durstigen versagt er den Trank. … Aber der Edle plant edle Gedanken und steht zu ihnen mit edlen Taten.“ (Jesaja 32,5‑8, Einheitsübersetzung)

Dieser Abschnitt steht im Kontext einer Prophezeiung über eine kommende Zeit, in der Gerechtigkeit herrschen wird. Jesaja 32,1 beschreibt es so:

„Siehe: Ein König wird nach Gerechtigkeit regieren, / und Fürsten handeln nach Recht.“ (Jesaja 32,1, Einheitsübersetzung)

Diese Worte richten den Blick auf das zukünftige Reich Jesu Christi – eine Zeit wahrer Gerechtigkeit, in der das Verhalten der Menschen und ihrer Führer von Gerechtigkeit und Nobleität geprägt sein wird. Im Gegensatz dazu werden Sorglose, Egoistische und Boshafte keinen Respekt und keine Ehre mehr erhalten.

In diesem kommenden Königreich werden Geizige und Narren nicht mehr als vornehm oder ehrenhaft bezeichnet. Stattdessen werden Gerechtigkeit und edle Taten gefeiert. Die Egoisten und Bösen stehen dem gerechten Urteil Christi gegenüber (vgl. Offenbarung 2,27).

Es ist wichtig zu verstehen, dass Gott keine Favoriten hat – ob jemand im Himmel oder in der Hölle endet, hängt vom Zustand seines Herzens und seiner Antwort auf Gottes Gnade hier und jetzt ab. Nach dem Tod gibt es keine zweite Chance (vgl. Hebräer 9,27). Heute ist der Tag des Heils; morgen ist nicht garantiert.

Die letzten Tage sind durch einen beunruhigenden Trend gekennzeichnet: Sünde und Egoismus werden oft gelobt, statt verurteilt. Doch Gott ruft uns zur Umkehr und zum Glauben an Jesus Christus, der Vergebung und neues Leben schenkt.

Schalom.


 

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WAS FÜR EIN KÖNIG IST JESUS FÜR DICH?

Gepriesen sei der Name unseres Herrn Jesus Christus! Lass uns gemeinsam über das Wort Gottes nachdenken.

Ist Jesus wirklich der König deines Lebens? Wenn du bestimmte Verhaltensweisen an den Tag legst, ist Er das vielleicht nicht – ganz gleich, wie oft du Ihn mit dem Mund als König bekennst.

Wenn du Ihn suchst, weil du dir weltliche Vorteile erhoffst – wie Reichtum, eine Ehefrau, einen Ehemann, Kinder, Ruhm oder andere irdische Dinge – dann ist Er nicht dein König. Selbst wenn du vor anderen bekennst, dass Jesus dein König sei, kennt Er dich möglicherweise gar nicht!

Du fragst: Wo steht das in der Bibel? Lass uns kurz eine Begebenheit betrachten, die uns Aufschluss gibt:

Johannes 6,10–15
Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer.
Jesus nahm nun die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; ebenso auch von den Fischen, so viel sie wollten.
Und als sie satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts verdirbt.
Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig geblieben waren, die gegessen hatten.
Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus getan hatte, sprachen sie: Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll.
Da nun Jesus erkannte, dass sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder zurück auf den Berg, er allein.

Warum zog sich Jesus zurück? Möchte Er etwa kein König sein? Ganz im Gegenteil – Er bereitet gerade jetzt sein Reich vor, und Er wird einmal als König der Könige herrschen. Warum aber lehnte Er diesen Titel hier ab?

Johannes 18,33–36
Da ging Pilatus wieder in das Praetorium hinein und rief Jesus und sprach zu ihm: Bist du der König der Juden?
Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben dir es andere über mich gesagt?
Pilatus antwortete: Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überliefert. Was hast du getan?
Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier.

Jesus lehnte den Titel „König“ ab, weil die Menschen ein irdisches Reich erwarteten – eines, das wirtschaftlichen Aufschwung bringt, Städte aufbaut, Armut beendet und Geldsegen bringt. Sie suchten einen politischen Messias. Doch Jesus entzog sich ihnen.

Später suchten sie Ihn erneut:

Johannes 6,24–27
Als nun das Volk sah, dass Jesus nicht da war noch seine Jünger, stiegen sie in die Boote und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus.
Und als sie ihn jenseits des Meeres fanden, sprachen sie zu ihm: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?
Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
Wirkt nicht für die Speise, die vergänglich ist, sondern für die Speise, die bleibt zum ewigen Leben, die euch der Menschensohn geben wird! Denn diesen hat Gott, der Vater, bestätigt.

Sie suchten Ihn – aber aus den falschen Motiven. Deshalb war Jesus nicht ihr König. Und genau das geschieht auch heute mit vielen Christen. Die Bibel sagt:

Hebräer 13,8–9
Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.
Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben; denn es ist gut, dass das Herz durch Gnade gefestigt wird, nicht durch Speisen, von denen keinen Nutzen hatten, die danach lebten.

Jesus hat sich nicht verändert – auch wenn viele versuchen, Ihn sich passend zu machen. Seine Reaktion auf Menschen mit falschen Motiven ist noch dieselbe. Wenn Er damals das Volk mied, das Ihn zu einem irdischen König machen wollte, wird Er auch heute diejenigen meiden, die nur Seine Segnungen suchen, nicht Ihn selbst.

Wenn Jesus am Ende Menschen abweisen wird, die in Seinem Namen Dämonen ausgetrieben haben, obwohl ihre Herzen fern von Ihm waren – wie viel mehr dann dich, wenn du zwar Segen empfängst, aber dennoch in der Sünde lebst? Hast du Güter empfangen, bleibst aber im Alkoholismus? Wurde dir ein Kind geschenkt oder ein finanzieller Durchbruch – und du lebst trotzdem weltlich? Dann frage dich ernsthaft: Wirst du bestehen können am Tag des Gerichts?

Denkst du wirklich, dass der Herr dir ein Haus, ein Auto oder Gesundheit geschenkt hat, weil Er so sehr an dir Gefallen hat? Nein – es ist Seine Güte, die dich zur Umkehr führen soll. Wenn du meinst, dein wirtschaftlicher Erfolg sei ein Zeichen göttlicher Anerkennung, dann bist du auf dem Irrweg!

Römer 2,4
Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut und erkennst nicht, dass dich Gottes Güte zur Umkehr leitet?

Wenn du Jesus noch nicht in dein Leben aufgenommen hast: Die Tür der Gnade steht noch offen – aber nicht für immer. Dies ist deine Gelegenheit, Ihn als Retter und Herrn anzunehmen. Glaube an Ihn von ganzem Herzen, bekenne Ihn mit deinem Mund, und entscheide dich bewusst, alle Sünden hinter dir zu lassen.

Das bedeutet echte Umkehr:
Wenn du ein Trinker warst, verlasse alle Trinkgemeinschaften.
Wenn du ein Leben in Unzucht geführt hast, vernichte alle entsprechenden Kleidungsstücke und Schminke.
Wenn du weltliche Musik gehört hast, lösche sie aus deinem Handy.
Wenn du ein Fan von weltlichen Dingen wie Fußball oder Filmen warst – gib sie auf.

Lass dich anschließend richtig taufen – durch Untertauchen im Wasser im Namen Jesu Christi. Das ist die biblische Taufe. Dann wird der Herr dir die Gabe des Heiligen Geistes schenken, der dich in alle Wahrheit führt und dir hilft, diese Welt zu überwinden.

Der Herr segne dich.


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Sollten wir das Buch Henoch glauben?

FRAGE: Was ist das Buch Henoch, und sollten wir als Christen ihm Glauben schenken?

ANTWORT: Das Buch Henoch gehört zu den sogenannten apokryphen Schriften, die zwischen etwa 200 v. Chr. und 400 n. Chr. entstanden sind. Einige Christen glauben, dass diese Schriften geheim gehalten wurden, weil sie sehr tiefgründige Geheimnisse über Gott und die Geschichte der Welt enthielten. Deshalb wurden sie nicht direkt in die heute bekannte Bibel mit ihren 66 Büchern aufgenommen.

Doch das ist nicht korrekt. Diese Bücher wurden nicht ausgeschlossen, weil sie göttliche Geheimnisse enthielten, sondern weil sie viele erfundene Geschichten enthalten, die den Grundsätzen des christlichen Glaubens widersprechen.

Konkret zum Buch Henoch: Es wurde im 18. Jahrhundert in Äthiopien entdeckt und später nach England gebracht, um es zu übersetzen. Es wird „Erstes Henoch“ genannt, weil später noch weitere Versionen auftauchten. Fragmente dieses Buches wurden 1947 in Israel bei den Schriftrollen vom Toten Meer gefunden. Dort lagen viele alte Schriften, die bis auf das Buch Ester alle Bücher des Alten Testaments enthielten.

Das Buch berichtet von Henoch, der als siebter Mensch von Adam abstammt (vgl. 1. Mose 5,18-24). Henoch erlebte keinen Tod, sondern wurde wie Elija von Gott entrückt. Deshalb glauben viele, er habe geistliche Geheimnisse empfangen und diese für zukünftige Generationen aufgeschrieben.

Das Buch erzählt ausführlich von der Sintflut, von Engeln, die auf die Erde kamen, um sich an menschlichen Frauen zu vergreifen und mit ihnen Nachkommen zu zeugen – den Riesen, die in 1. Mose 6 beschrieben werden. Es berichtet von deren Bosheit, den schrecklichen Taten und der Zerstörung durch die Sintflut.

Die genannten Riesen sollen über 1.300 Meter groß gewesen sein – eine Zahl, die schwer glaubwürdig ist, da ein solcher Mensch nicht geboren werden kann. Dennoch waren die Nephilim tatsächlich große und böse Wesen.

Engel brachten Gott ihre Taten vor, doch Gott verurteilte sie und sperrte sie in dunkle Gefängnisse ein. Henoch erhielt die Botschaft, dass Gott die Welt durch die Sintflut vernichten würde – eine bekannte Geschichte.

Viele der im Buch Henoch enthaltenen Berichte sind jedoch nicht historisch oder biblisch fundiert.

Wir müssen wissen, dass diese Schriften voller erfundener Geschichten sind, die für Christen gefährlich sind. Deshalb wurden sie nicht in die Bibel aufgenommen, die 66 Bücher umfasst und vom Heiligen Geist inspiriert ist, weil sie im Widerspruch zur biblischen Wahrheit stehen.

Jesus sagte:

„Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes.“
— Matthäus 22,29-30

In der Bibel gibt es keine Stelle, die besagt, dass Engel heiraten oder Nachkommen zeugen. Engel wurden nicht für die Fortpflanzung geschaffen, sie sind geistliche Wesen mit fester Anzahl. Die Vorstellung, Engel seien auf die Erde gekommen und hätten mit Frauen Kinder gezeugt, ist eine falsche Lehre, die sich aus dem Buch Henoch ableitet, an die aber leider viele Christen bis heute glauben.

Die „Engel“, die sich in Henoch an menschlichen Frauen vergingen, waren in Wirklichkeit heilige Engel Gottes, die sich nie mit weltlichen Dingen vermischt hatten. Sie verbrachten ihr Leben damit, Gott zu loben und seinen Namen anzurufen (vgl. 1. Mose 4,26, die Nachkommen Set). Die menschlichen Frauen hingegen stammten vom Geschlecht Kains ab, das mit bösem Wissen und Gewalt bekannt war (vgl. 1. Mose 4,16-23).

Als sich die beiden Linien vermischten, wurde Gott zornig und richtete die Sintflut über die Welt – so wie heute, wenn Gottes Heilige sich der Welt angleichen und sündigen, kann dies nur Gottes Gericht herbeiführen. Gottes Heilige unterscheiden sich klar von der Welt.

Deshalb gibt es keinen Grund für Christen, Bücher außerhalb der Bibel einfach so zu glauben. Viele dieser apokryphen Bücher enthalten Fehler und Falschheiten, die Menschen erdacht haben und die nicht vom Heiligen Geist inspiriert sind.

Zum Beispiel hat die katholische Kirche einige dieser Apokryphen in ihre Bibel aufgenommen und hat so bis zu 73 Bücher, darunter Judit, Baruch, Sirach, die Makkabäer und das Buch der Weisheit. Diese Bücher lehren Dinge, die im Widerspruch zur Heiligen Schrift stehen, z. B. das Konzept des Fegefeuers oder Gebete für die Toten. Die Bibel sagt aber:

„Es ist für Menschen bestimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“
— Hebräer 9,27

Daher sind apokryphe Bücher, wie das Buch Henoch, nicht glaubwürdig. Sie enthalten viele Irrtümer und falsche Lehren, die die Wahrheit der Bibel verfälschen.

Gott segne dich.

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Hat Gott vor Adam noch andere Menschen geschaffen?

Frage: Hat Gott vor Adam noch andere Menschen geschaffen? Denn wir lesen in Genesis 1,27, dass Gott den Mann und die Frau geschaffen hat. Doch dann sehen wir in Genesis 2,7, dass Gott einen anderen Menschen (Adam) formt.

Antwort: Das erste Kapitel der Genesis gibt eine kurze Zusammenfassung der Schöpfung Gottes. Erst im zweiten Kapitel wird die Schöpfung ausführlicher beschrieben. Das erste Kapitel ist also eine Zusammenfassung, weshalb manche Dinge nur kurz erwähnt werden. Zum Beispiel heißt es dort:

„Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras wachsen, Kraut, das Samen bringt, und fruchtbare Bäume, die nach ihrer Art Frucht tragen, in der ihr Same ist, auf Erden.“
(Genesis 1,11)

Hier wird die Schöpfung der Pflanzen knapp erwähnt, ohne genau zu erklären, wie sie entstanden sind. Wenn wir mehr Details wissen wollen, lesen wir weiter im zweiten Kapitel:

„Also wurden Himmel und Erde und all ihr Heer geschaffen. Am Tag, da der HERR Gott Erde und Himmel machte, da war noch kein Strauch auf dem Feld, und kein Kraut auf dem Felde spross; denn der HERR Gott ließ es noch nicht regnen auf Erden, und es war kein Mensch da, der den Acker bebaute. Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.“
(Genesis 2,4–6)

Hier wird erklärt, dass es erst Regen geben musste, bevor die Pflanzen wachsen konnten – ein Prozess, der im ersten Kapitel nur kurz angedeutet wird.

Ebenso heißt es in Genesis 1,27:

„Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie.“

Auch hier wird die Schöpfung des Menschen nur knapp beschrieben, ohne Details, wie Mann und Frau entstanden sind oder ob sie gleichzeitig geschaffen wurden. Die Antworten finden wir im zweiten Kapitel:

„Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. So wurde der Mensch eine lebendige Seele.“
(Genesis 2,7)

Und weiter, in den Versen 18–24, wird die Erschaffung der Frau aus der Rippe des Mannes beschrieben – etwas, was im ersten Kapitel nicht erwähnt wird.

Das erste Kapitel ist also eine knappe Übersicht, das zweite Kapitel eine detaillierte Beschreibung. Das ist vergleichbar mit einem Buch, das im Inhaltsverzeichnis die Themen kurz aufführt, die dann in den Kapiteln ausführlich behandelt werden.

Fazit: Es ist nicht wahr, dass Gott vor Adam andere Menschen geschaffen hat. Adam und Eva sind die ersten Menschen. Als sie ungehorsam waren, wurden sie aus dem Garten Eden vertrieben. Seitdem tragen wir alle die Folgen ihres Falles in uns. Erst durch die zweite Geburt in Jesus Christus, dem zweiten Adam, der ohne Sünde blieb und geprüft wurde wie Adam, aber nicht sündigte, gibt es Erlösung.

Jeder, der an ihn glaubt, erhält Vergebung der Sünden und lebt nicht mehr unter dem Fluch, sondern unter dem Segen. Wer ihn nicht glaubt, wird keine Vergebung haben und am Ende in den Feuersee geworfen werden, den der Teufel und seine Engel bereitet haben.

Bist du einer, der an Jesus glaubt, oder einer, der es nicht tut? Wenn nicht, dann wisse: Du bist unter dem Fluch des Adamsfalls. Es gibt keinen Weg zur Gerechtigkeit ohne Jesus, egal wie viele gute Taten du vollbringst. Er ist der einzige Weg zum Himmel.

Nimm ihn heute an, bekenne deine Sünden und entscheide dich, sie aufzugeben. Danach suche eine richtige Taufe – das ist eine Taufe mit viel Wasser im Namen Jesu Christi, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Wenn du diesen drei Schritten folgst – Glaube, Taufe und Empfang des Heiligen Geistes –, ist dein Heil vollendet, und der Heilige Geist wird dich in alle Wahrheit führen und dir Kraft geben, die Sünde zu überwinden.

Der Herr segne dich.

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Was ist „Jod“ wie wir es in Matthäus 5,18 lesen?

Antwort: Lasst uns lesen:

Matthäus 5,18:
„Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht ein Jota oder ein Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschieht.“

Das Wort „Jod“ (im Englischen „jota“ oder „small letter“) stammt aus der alten swahili Sprache und bedeutet „kleiner Buchstabe“. In jedem Satz gibt es große und kleine Buchstaben; die kleinen Buchstaben nennt man „Jod“. Zum Beispiel im Satz „Jesus ist Gott“ sind die Großbuchstaben „J“ und „G“, aber die anderen Buchstaben wie „e“, „s“, „u“ usw. sind „Jod“.

Wenn Jesus also sagt, dass nicht einmal ein „Jod“ oder ein kleiner Punkt vom Gesetz wegfallen wird, meint er, dass kein Buchstabe (auch nicht der kleinste) in Gottes Wort verändert wird, weil Gottes Wort unveränderlich ist. Deshalb sagt Jesus auch, dass er nicht gekommen ist, um das Gesetz aufzuheben, sondern um es zu erfüllen.

Matthäus 5,17-18:
„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht ein Jota oder ein Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschieht.“

Matthäus 24,35:
„Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden keinesfalls vergehen.“

Als das Gesetz sagt „Du sollst nicht die Ehe brechen“, hat Jesus dieses Gebot nicht aufgehoben, sondern erfüllt, indem er sagte: „Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat schon in seinem Herzen Ehebruch begangen.“ Er hat das Gesetz nicht abgeschafft, sondern vertieft.

Wenn das Gesetz sagt „Du sollst nicht töten“, sagt Jesus, dass sogar Zorn gegen den Bruder eine gerichtliche Konsequenz hat. Auch hier wird das Gesetz nicht aufgehoben, sondern erfüllt.

Hast du noch Feindschaft gegen deine Brüder oder Feinde und meinst, du bist kein Mörder? Oder behauptest du, du seist keine Ehebrecherin, obwohl du dich halb entblößt zeigst? (Siehe Sprüche 7,10, um zu prüfen, ob deine Kleidung angemessen ist.) Schaust du Pornografie und meinst, du seist nicht unrein? Liebst du weltliche Dinge mehr als Gott und meinst, du seist nicht weltlich?

Wenn du irgendetwas davon tust, ist jetzt der Moment, den Retter in dein Leben einzuladen. Warte nicht auf morgen oder später – die Zeit der Rettung ist jetzt. Du weißt nicht, wie morgen sein wird; heute kann dein letzter Tag sein.

Frag dich: Wo wirst du sein, wenn dein Leben endet? Deshalb triff die Entscheidung, heute zu Jesus zurückzukehren, bereue deine Sünden und lass dich durch Wasser taufen (Johannes 3,23) im Namen Jesu Christi (Apostelgeschichte 2,38). Der Herr wird dir das Geschenk seines Heiligen Geistes geben, der dich in alle Wahrheit führen wird.

Maranatha.

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Denn kaum wird jemand für einen Gerechten sterben …

FRAGE:
Was bedeutet Römer 5,7:

„Denn kaum wird jemand für einen Gerechten sterben; für einen guten Menschen nämlich könnte jemand es vielleicht wagen zu sterben.“
Und was ist der Unterschied zwischen einem Gerechten und einem guten Menschen?

ANTWORT:
Der Herr Jesus sei gepriesen, lieber Diener Gottes.
Vielen Dank für deine wichtige Frage! Lass uns gemeinsam dieses Wort betrachten und die Bedeutung dahinter erkennen.

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass der Herr Jesus nicht nur für die offensichtlich sündhaften Menschen wie Mörder, Verbrecher und korrupte Personen auf diese Welt kam – sondern auch für die „guten“ Menschen.

Wenn wir Römer 5,7 im Zusammenhang lesen, erkennen wir, dass Paulus zwischen zwei Menschentypen unterscheidet: dem „Gerechten“ und dem „Guten“.

Wer ist ein Gerechter?

Ein Gerechter – im vollkommenen Sinn – ist jemand, der vollkommen tadellos vor Gott ist, ohne jegliche Sünde oder Schuld. Ein Mensch also, der nach göttlichem Maßstab völlig rein ist. Doch in Wahrheit hat ein solcher Mensch nie existiert – außer Jesus Christus selbst. Denn wenn es je solche Gerechte gegeben hätte, wäre Jesu Tod am Kreuz nicht notwendig gewesen. Warum hätte er sonst kommen sollen, wenn es bereits Menschen gegeben hätte, die von sich aus vollkommen und gerecht vor Gott gewesen wären?

Deshalb schreibt Paulus:

„Denn kaum wird jemand für einen Gerechten sterben …“
(Römer 5,7a)

Es wäre also sehr unwahrscheinlich, dass jemand bereit wäre, sein Leben für eine solche Person hinzugeben – vielleicht auch, weil diese Person in ihrer eigenen Selbstgerechtigkeit lebt und wenig zwischenmenschliche Nähe erzeugt.

Wer ist ein guter Mensch?

Ein guter Mensch hingegen ist jemand, der zwar nicht perfekt ist, aber bemüht ist, gut zu handeln – freundlich, respektvoll, hilfsbereit, gesetzestreu. Er versucht, ein moralisch gutes Leben zu führen, hilft anderen, lebt in Frieden mit seinen Mitmenschen. Aber trotz all seiner Bemühungen bleibt er dennoch ein Sünder – denn seine eigene Kraft reicht nicht aus, um ihn gerecht vor Gott zu machen.

Deshalb schreibt Paulus weiter:

„… für einen guten Menschen nämlich könnte jemand es vielleicht wagen zu sterben.“
(Römer 5,7b)

Ein solcher Mensch kann Mitgefühl hervorrufen, sodass jemand tatsächlich bereit wäre, für ihn zu sterben – weil er liebenswert und ehrenhaft erscheint. Doch selbst dieser „gute“ Mensch braucht Erlösung.

Der Zusammenhang in Römer 5:

Wenn wir den Vers im Zusammenhang lesen, wird alles noch klarer:

„Denn Christus ist, als wir noch schwach waren, zur rechten Zeit für Gottlose gestorben.
Denn kaum wird jemand für einen Gerechten sterben; für einen guten Menschen nämlich könnte jemand es vielleicht wagen zu sterben.
Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“

(Römer 5,6–8 LUT 2017)

Hier sagt Paulus ganz klar: Als wir kraftlos, unfähig, sündig und fern von Gott waren, hat Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben. Unsere eigenen Bemühungen – egal wie gut – reichten nie aus. Nur durch den Glauben an Jesus Christus können wir gerechtfertigt werden und wahre Gemeinschaft mit Gott haben.

Fazit:

Wenn wir wirklich aus eigener Kraft gerecht sein könnten, dann hätte Jesus nicht kommen müssen. Doch weil alle Menschen – sowohl die Bösen als auch die moralisch „Guten“ – den Maßstab Gottes verfehlen, brauchen alle Jesus. Keine Religion, keine guten Werke, kein Wohltätigkeitsprogramm kann uns vor Gott gerecht machen – nur Christus allein.

„Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes“
(Römer 3,23 LUT 2017)

Darum brauchen wir alle Jesus, der allein unser Leben verändern kann.

Gott segne dich reichlich!

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📞 +255693036618 oder +255789001312

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